„Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn eine Stadt gemeinsam an ihrer Zukunft arbeitet. Wirtschaft, Landwirtschaft, Stadtwerke und Bürgerinnen und Bürger ziehen hier an einem Strang und machen deutlich: Fortschritt entsteht dort, wo frische Ideen auf gute Zusammenarbeit treffen“, betonte Oberbürgermeister Fuchs.

Finanzielle Bürgerbeteiligung

Seit Herbst 2025 ist auf den 13,2 Hektar an der Straße Hartmannsbrook eine Agri-Photovoltaikanlage entstanden. Sie produziert jährlich rund 5,75 Gigawattstunden Sonnenstrom. Das Besondere an ihr ist, dass die Fläche um die Anlage herum weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden kann: Zwischen der Konstruktion wachsen künftig Pflanzen für Nahrungs- und Futtermittel. Die Öffentlichkeit konnte im März an dem Projekt teilhaben – mittels einer finanziellen Bürgerbeteiligung, die innerhalb von zwei Tagen ausverkauft war, wie die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) in einer Pressemeldung mitteilte.

Per Direktleitung liefern die Stadtwerke Münster den Sonnenstrom nun an die im Hansa-Business-Park gelegene „FFB PreFab“, die erste Forschungsfabrik der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB. „Der Agri-Solarpark zeigt, dass erneuerbare Energieerzeugung und Landwirtschaft keine Gegensätze sein müssen. Hier entsteht kein Entweder-oder, sondern ein echtes Und: Die Fläche liefert Lebensmittel und Sonnenstrom zugleich“, sagt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. „Genau solche Lösungen brauchen wir, wenn wir Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung gemeinsam stärken wollen.“

Direktanschluss an die Batteriefertigung

Innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ist der Abschluss eines langfristigen Stromliefervertrags mit den Stadtwerken Münster als kommunales Versorgungsunternehmen bislang einzigartig.