Deutsch-Niederländische Korps übernimmt 2027 Nato-Truppen-Führung
Das I. Deutsch-Niederländische Korps übernimmt ab Mitte des Jahres die Führung von Nato-Truppen in Estland und Lettland. Damit wird neben dem Hauptquartier im polnischen Stettin ein zweites taktisches Hauptquartier für die Nordostflanke der Allianz geschaffen, wie Deutschland und die Niederlande mitteilen. Das Korps kann im Spannungsfall bis zu 50.000 Soldaten führen. Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärt, beide Nationen übernähmen damit „weitere Verantwortung für die Sicherheit Europas“. Der Schritt soll die Abschreckung gegenüber Russland stärken.
Russland beschießt Spielplatz in Cherson
Nach Angaben der Behörden in der ukrainischen Stadt Cherson hat die russische Armee einen Spielplatz vor Ort angegriffen. Dabei wurde ein Vater getötet, eine 36-jährige Mutter und ihre beiden Töchter im Alter von drei und sechs Jahren verletzt. Der Angriff ereignete sich gegen 17:30 Uhr Ortszeit im Bezirk Korabelny. Den Angaben zufolge feuerten russische Streitkräfte Mehrfachraketenwerfer auf den Spielplatz ab, auf dem sich Familien versammelt hatten.
EU will keinen Russland-Unterhändler benennen
Die EU will vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Ein solcher Schritt werde von der Außenbeauftragten Kaja Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, sagten mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines informellen Außenministertreffens in Zypern.
Statt über Personen soll demnach zunächst über Strategiefragen geredet werden. „Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen“, sagte eine EU-Beamtin. Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges unterstützen könnte.
Russische Banken sollen Luftabwehr kaufen
Russische Banken sollen sich jetzt selbst gegen ukrainische Drohnenangriffe schützen. Der Zentralbank und anderen russischen Finanzinstituten ist es seit Dienstag per Gesetz erlaubt, eigene Verteidigungsanlagen in Betrieb zu nehmen.
Selenskyj kündigt neue Schläge an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Gesprächen mit seiner Militärführung neue Gegenschläge im russischen Hinterland angekündigt. Das sei nötig, um Moskau klarzumachen, dass es für den Angriffskrieg gegen die Ukraine mit eigenen Verlusten bezahlen müsse, sagte Selenskyj in seiner in Kiew veröffentlichten abendlichen Videobotschaft.
Insbesondere sind demnach weiter Anlagen der russischen Ölindustrie im Visier. So will Kiew die Einnahmen Moskaus aus dem für die Finanzierung der Kriegswirtschaft wichtigen Energieexport reduzieren.
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