Grüner Teppich statt roter Teppich – passender hätte man die Premiere einer Fußball-Doku kaum inszenieren können. Am Mittwochabend verwandelte sich das RheinEnergie-Stadion in Köln in eine Freiluftbühne für Lukas Podolski (40), der dort seine Netflix-Dokumentation „Poldi“ mit Familie, Freunden und zahlreichen Gästen aus Sport, Medien und Gesellschaft feierte. Und die Stadt feierte zurück: Fanrufe, Trikots mit der Nummer 10, Blitzlichter – der Weltmeister von 2014 wurde in Köln laut WDR wie eine Legende empfangen.

Podolski, der schon beim „Supertalent“ in der Jury saß, selbst zeigte sich bei der Veranstaltung tief bewegt. Beim anschließenden Q&A mit den Moderatoren Robby Hunke und Jenny Augusta wurde er nach Angaben von Netflix sogar etwas sentimental – schlicht weil die Premiere an einem Ort stattfand, der für ihn weit mehr als ein Stadion ist. „Ich bin dem Verein, der Stadt, den Menschen hier immer dankbar“, sagte Podolski.

„Poldi“: Darum geht’s in der Netflix-Doku

Ab dem 4. Juni – Podolskis 41. Geburtstag – ist die Dokumentation weltweit auf Netflix abrufbar. Sie zeichnet den Weg des gebürtigen Polen nach: vom Einwandererkind über den Kölner Straßenfußballer bis zum Weltmeister und Fußball-Idol. Im Mittelpunkt steht dabei seine letzte aktive Saison als Profi – doch laut Netflix kam dabei vieles anders als geplant. Szenen aus dem RheinEnergie-Stadion, aus dem Kölner Karneval und aus seinem Alltag in der Stadt spielen ebenso eine zentrale Rolle. Neben den Fußballjahren beleuchtet die Produktion auch, wie Podolski schon während seiner aktiven Karriere ein zweites Standbein aufgebaut hat und mit seinen Marken längst im Unternehmertum angekommen ist.

Lukas Podolski sprach über sein mögliches Fußball-Aus: „Das ist schwierig, loszulassen.“