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Kann sein Thun-Erfolgsrezept in Köpenick gelingen? Der neue Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) schrieb mit dem FC Thun eines der größten Märchen im Schweizer Fußball: Erst der Aufstieg, dann sensationell der Meistertitel. Sein Erfolgsrezept: eine starke Achse mit zwei Kapitänen als verlängerter Arm auf dem Platz. Marco Bürki (32) als Kapitän und Leonardo Bertone (32) als Vize waren die aggressiven Leitwölfe der Mannschaft. Der neue Union-Trainer schwärmte von seinem Führungs-Duo in einer kürzlich erschienenen Doku: „Leo und Marco sind sich sehr ähnlich. Beide identifizieren sich mit dem Verein und ergänzen sich hervorragend. Das sind zwei Menschen mit großer Qualität und Persönlichkeit. Die beiden sind das Herz des FC Thun.“

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Besonders wichtig für Lustrinelli: Kapitän Bürki, Bruder des Ex-BVB-Torwarts Roman Bürki (35). Der Ex-Kapitän über Lustrinelli „Dieses Vertrauen ist über Jahre entstanden, es ist so viel passiert. Er ist extrem akribisch und sehr sauber. Ich schätze ihn extrem als Mensch – und das hat sich auf die Mannschaft übertragen. Und er erwartete genau das Gleiche von seinen Leadern.“ Auch Vize-Kapitän Leonardo Bertone hatte eine zentrale Rolle im System des Trainers. Lustrinelli erklärt: „Leo ist der taktische Leader, den ich brauche, um gewisse Konzepte und die Organisation der Bindung umzusetzen.“

Thuns Vize-Kapitän Leonardo Bertone (32)

Thuns Vize-Kapitän Leonardo Bertone (32)

Foto: Getty Images

Trimmel und Khedira als neue Achse?

Klar ist: Lustrinelli braucht bei Union ebenfalls eine funktionierende Achse. Doch wer übernimmt diese Rollen? Vize-Kapitän Rani Khedira (32/32 Saisoneinsätze/5 Tore) könnte die Eisernen ein Jahr vor Vertragsende verlassen. Borussia Mönchengladbach soll großes Interesse am Union-Leader haben. Ob Khedira nach seiner WM-Teilnahme mit Tunesien (2 Länderspiele) zurückkehrt, ist offen. Nach dem letzten Saisonspiel gegen Augsburg (4:0) konnte der langjährige Union-Leitwolf (185 Pflichtspiele seit 2021) seine Zukunft selbst noch nicht beantworten. Und Christopher Trimmel? Der 39-Jährige ist zwar weiterhin ein wichtiger Charakter in der Kabine, doch ob er noch einmal der aggressive Leader auf dem Platz sein kann, ist fraglich. In der vergangenen Saison wurde der Österreicher meist um die 70. Minute ausgewechselt. Vieles deutet darauf hin, dass Trimmel in seine letzte Saison bei Union geht. Für Lustrinelli wird es deshalb zur wichtigsten Aufgabe, seine neuen Leader zu finden. Gelingt ihm das, könnte er sein Erfolgsrezept aus Thun auch in Köpenick übertragen.