Werther. Fast druckfrisch können die Leser und Leserinnen den dritten Teil der Krimi-Serie „Gruppe 4 ermittelt“ in den Händen halten. In der Buchhandlung „Lesezeichen“ stellt am Mittwochabend Benjamin Cors seinen Thriller „Nebelbeute“ vor, der am 15. Mai erschienen ist. Der Schriftsteller liest persönlich aus seinem Werk in der Ravensberger Straße der Werther Innenstadt. Die dunkle Spannung des düsteren Thrillers wechselt mit heiteren Kurzgeschichten, die der Autor zur Auflockerung einwirft. Der Hesse mit deutsch-französischen Wurzeln ist nicht zum ersten Mal Lesegast.
„Die Jagd würde enden, bevor sie richtig begonnen hatte. Sie stolperte mit nackten Füßen durch den Schnee“, mit diesen Worten beginnt Cors seine Erzählung. Die Handlung, die nicht nur einen Mord bereithält, soll durch die düstere Stimmung in einem abgelegenen Bergdorf für Gänsehaut sorgen. Die Leiterin der Gruppe 4, Mila Weiss, spielt wieder eine zentrale Rolle. Jedoch ist die Hilfe ihres Teams mit Jakob Krogh notwendig, um diesen Fall zu lösen. Der Autor Cors enthüllt, dass ein Hirschgeweih eine besondere Rolle spielen wird. Mehr möchte der Schriftsteller jedoch nicht vorwegnehmen, um die Lesespannung zu erhalten. „Wenn sie das Buch abends lesen, könnten sie Einschlafschwierigkeiten bekommen“, warnt der Autor vor. Daher rät Cors, leichtere Lesekost zur Abwechslung zur Hand zu haben.
„Wir waren so begeistert von der Veranstaltung im letzten Jahr, dass wir das gerne wiederholen wollten“, sagte Verena Prohl. Die Inhaberin des „Lesezeichen“ erinnerte sich an die erste Lesung Cors‘ vor einem Jahr. Damals stellte er seinen Krimi „Aschesommer“ vor. „Bemerkenswert war die lustige Kurzgeschichte, die der Autor extra für unsere Veranstaltung aus seinen Eindrücken in Werther erdachte. Unsere Eisdiele mit den ungewöhnlichen Eissorten wie Kartoffeleis hatte damals großen Eindruck auf ihn gemacht und auch kulinarisch überzeugt. Doch in erster Linie haben wir ihn eingeladen, weil seine Bücher gerne gelesen werden.“
Autor verrät in Werther, warum das Schreiben einer Abenteuerreise gleicht
In der gemütlichen Buchhandlung Lesezeichen sorgt Thriller-Autor Benjamin Cors für mörderische Hochspannung. Mit seinem neuen Roman Nebelbeute ist das Lesevergnügen für Werthers Krimifans in diesem Sommer gesichert.
| © Simone Pomikalek
„Das Schreiben eines Romans ist wie eine Abenteuerreise“, gib der Autor Auskunft über seine Vorgehensweise im Schreibprozess. „Jeder Protagonist trägt einen Rucksack mit sich. Wenn wir diesen Rucksack öffnen, lernen wir die Person etwas näher kennen.“ Für ihn war wichtig, dass sein Ermittlerteam divers aufgestellt sei. Der Leser, der in den vorherigen Büchern die Kommissarin Mila bereits näher kennengelernt hat, darf so auf völlig neue Themen gespannt sein.
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„Ich dachte nicht, dass es wieder so schön wie bei der ersten Lesung sein könnte. Aber es war auch diesmal herrlich“, gab Prohl ihre Eindrücke wieder. „Man hat ganz persönliche Einblicke in den Schreibprozess des Autors bekommen. Auch seine vielseitige Persönlichkeit kam zum Ausdruck.“ So verriet Cors von dem kleinen Café in seiner Heimatstadt, in dem er gerne an seinen Geschichten schreibt. Auch von seiner Erfahrung in einer Schreibwerkstatt berichtete er, die ihm gezeigt habe, wie man die Inspiration für neue Erzählungen finden kann.
Auch für diejenigen, die schon im letzten Jahr an der Lesung teilnahmen, war viel Neues über den vielseitigen Autor zu erfahren. So wiederholte Cors sein Loblied auf Werthers Eisdiele nicht und gab eine neue Kurzgeschichte zum Besten. Hier bewies der Schriftsteller sowohl literarisches Talent als auch die Fähigkeit, zu improvisieren. Das Frühjahrs-Programm der „Lesezeit“ von Werther hat mit diesem Hochspannungskrimi seinen Abschluss gefunden. Inhaberin Prohl rät, sich bis zum neuen Lesungsprogramm im September mit Lesestoff einzudecken. Vielversprechende Vorschläge konnte die „Lesezeit“ bereits bieten.
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