Die US-Tochter ​des deutschen Logistikkonzerns DHL Group wird beim Paketversand künftig mit dem US Postal Service zusammenarbeiten. Ein entsprechender Vertrag soll über mehrere ​Jahre laufen und voraussichtlich ein ⁠Volumen von mehr als zehn ​Milliarden US-Dollar haben, wie die US-Post mitteilte.

Im Rahmen ‌der Vereinbarung ⁠übernimmt DHL eCommerce ​die Abholung und Sortierung der Sendungen in seinen US-Logistikzentren, während die US-Post die ​Zustellung auf der sogenannten letzten Meile übernimmt. DHL-Manager Scott Ashbaugh sagte, mit der Kooperation könne das Unternehmen in den USA wachsen und das dortige Geschäft bis 2030 verdoppeln.

Für die US-Post ist das Geschäft von hoher ‌Bedeutung. Der Konzern, der ‌seit 2007 unter anderem wegen des ​Rückgangs des klassischen Briefgeschäfts Nettoverluste von insgesamt 118 Milliarden US-Dollar anhäufte, hatte gewarnt, dass ihm ​im Februar das Geld ausgehen könnte. Erst im vergangenen Monat hatte die Post eine neue Vereinbarung ‌mit Amazon geschlossen. 

Postchef David ​Steiner betonte, die Kooperation mit DHL sei für ⁠beide ​Seiten ein Gewinn. Der deutsche Logistikriese ‌müsse dadurch nicht selbst in den Aufbau eines eigenen Zustellnetzes ‌investieren, um den US-Markt flächendeckend zu bedienen.

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