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Stand: 28.05.2026 12:14 Uhr

In Hannover gibt es Aufregung um einen bisherigen Ratsherren der AfD. Dieser ist mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgetreten und hat seine Ämter niedergelegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kommunalpolitiker.

Dabei geht es um den Verdacht des Verschaffens und Besitzens von Kinderpornografie, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem NDR Niedersachsen am Donnerstag bestätigte. Den Ermittlungen zufolge handele es sich um kinderpornografisches Material im einstelligen Bereich. Die Staatsanwaltschaft hat den Beschuldigten eigenen Angaben zufolge bis Ende Juni Zeit gegeben, sich zu dem Fall zu äußern. Dann entscheidet sich, wie es weitergeht.

NGO aus den USA gab Hinweise auf Ratsherr weiter

Auf den Beschuldigten aufmerksam wurden die Behörden der Staatsanwaltschaft zufolge durch das „National Center for Missing & Exploited Children“, eine US-amerikanische Nicht-Regierungs-Organisation. Im April 2024 habe es daraufhin eine Durchsuchung bei dem Mann gegeben. Dabei hätten Ermittler Material sichergestellt. Angesichts zahlreicher ähnlicher Fälle habe die Auswertung bei der Polizei bis Ende März dieses Jahres gedauert.

AfD reagiert zurückhaltend

Die AfD in Niedersachsen reagiert auf die Vorwürfe gegen den Politiker zurückhaltend. „Für den Fall, dass Straftaten vorliegen, betonen wir, dass diese in der AfD Niedersachsen keinen Platz haben.“ Der Beschuldigte hat sich zu seinem Austritt aus der Partei und den Ermittlungen gegen ihn bislang noch nicht geäußert.

Jemand arbeitet zu Hause an einem Laptop.

Nach NDR Informationen richtet sich der Verdacht gegen einen Ratsherren einer Gemeinde aus dem Landkreis Aurich.

Verschiedene Speichermedien liegen auf einem Tisch.

Der Mann soll zahlreiche kinder- und jugendpornografische Inhalte besessen haben. Nun erhielt er eine Bewährungsstrafe.

Auf zwei Computerbildschirmen sind Fotos und Videos zu sehen.

Dort sollen die stetig wachsenden Datenmengen gebündelt werden. Auch Künstliche Intelligenz soll zum Einsatz kommen.

Eine Kriminaloberkommissarin sitzt vor einem Auswertungscomputer bei Ermittlungen gegen Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch.

So wollen die Fahnder gezielter gegen Kinderpornografie im Netz vorgehen. Dabei soll auch KI zum Einsatz kommen.