Russland soll einen türkischen Frachter nahe Odessa mit Drohnen attackiert haben. Zwei Verletzte und schwere Schäden werden gemeldet.

Odessa russland schiffEin türkisches Schiff ist nach ukrainischen Angaben von Russland mit Drohnen attackiert worden. (Symbolbild) – keystone

Nach ukrainischen Angaben haben russische Streitkräfte in der Nacht auf Freitag ein türkisches Frachtschiff mit Drohnen angegriffen. Das Schiff fuhr unter der Flagge von Vanuatu und war auf dem Weg in die Türkei, wie «T-Online» berichtet.

Das Frachtschiff hatte zuvor einen Hafen in der Region Odessa verlassen. Zwei Besatzungsmitglieder wurden verletzt und von der ukrainischen Marine in Sicherheit gebracht.

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Ein an Bord ausgebrochenes Feuer wurde rasch gelöscht. Die ukrainische Marine veröffentlichte Bilder, die schwere Schäden am Schiff zeigen sollen.

Gezielter Angriff auf ziviles Schiff

Die ukrainische Marine bezeichnete den Vorfall als «gezielten Angriff» seitens Russland, wie «heute.at» berichtet. Das Frachtschiff gehört türkischen Besitzern, fuhr aber nicht unter türkischer Flagge.

Beide Verletzten wurden laut «heute.at» zur Behandlung in ein medizinisches Zentrum gebracht. Aus Russland gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall.

Parallel dazu wurden laut «T-Online» am Donnerstag auch drei Tanker der russischen Schattenflotte vor der türkischen Schwarzmeerküste von Drohnen angegriffen. Die Schiffe «James II», «Altura» und «Velora» wurden rund 80 Kilometer vor der nordtürkischen Küste attackiert.

Tanker sollen zu Schattenflotte von Russland gehören

Die angegriffenen Tanker werden der sogenannten Schattenflotte Moskaus zugerechnet. Mit dieser versuche Russland internationale Sanktionen im Ölhandel zu umgehen, wie «T-Online» erläutert.

schattenflotte russlandRussland soll mithilfe einer Schattenflotte Sanktionen im Ölhandel umgehen. (Symbolbild) – keystone

Westliche Behörden warnen seit Längerem, dass diese Schiffe auch für hybride Operationen genutzt werden könnten.

Die Angriffe ereignen sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Eskalation im Schwarzen Meer, berichtet der «Tagesspiegel». Der türkische Präsident Erdogan hatte bereits im Dezember beide Kriegsparteien gewarnt, das Schwarze Meer nicht zum Konfliktgebiet werden zu lassen.