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Berlin – Mit gezogener Waffe haben Polizisten am Freitagmorgen einen Transporter mit zwei Personen vor dem Rheinmetall-Werk im Berliner Ortsteil Wedding gestoppt.
Auf einem Video bei X ist zu sehen, wie ein weißer Miettransporter von Sixt vor dem Rheinmetall-Gebäude an der Scheringstraße steht. Ein Polizist mit gezogener Pistole geht auf den Wagen zu und öffnet die Beifahrertür. Dann steigen zwei Verdächtige aus. Der Beamte zielt weiter auf die beiden Personen, die mit erhobenen Händen an dem Transporter stehen. Ein anderer Polizist läuft auf den Filmenden zu und fordert ihn auf, sich auch mit an den Transporter zu stellen. Dann endet das Video.
Die Berliner Polizei kennt das Video und prüft nun den Vorfall. Fest steht bisher, dass der Transporter gegen 6.40 Uhr von Polizisten an der Einfahrt von Rheinmetall gestoppt wurde. Warum der Beamte eine Schusswaffe in den Händen hielt, ist noch unklar. „Es handelt sich um eine kurze Videosequenz“, sagt ein Polizeisprecher auf BILD-Anfrage. Bisher ist nicht bekannt, was dort im Vorfeld passiert sei. Dies werde jetzt geklärt, so der Sprecher weiter.
Bei den festgenommenen Personen soll es sich um Mitglieder der Gruppe „Peacefully Against Genocide“ handeln, die in den sozialen Medien zu zivilem Widerstand gegen Rheinmetall aufrufen. Auf einem Account der Gruppe ist das Video zu sehen. Außerdem ist dort zu lesen: „Vom 8. – 15. Juli werden wir im Wedding zusammen kommen und diese Fabrik mit unserem Mut und unserer Entschlossenheit lahmlegen.“
Zuletzt hatten sich am 18. Mai zwölf Personen Zutritt zu dem Rheinmetall-Gelände an der Scheringstraße verschafft und sich dort teilweise festgeklebt. Im März waren Chaoten sogar aufs Dach gelangt.