Die EU-Kommission bereitet im Rahmen der Europäischen Wasserresilienzstrategie einen digitalen Aktionsplan für den Wassersektor vor und hat dazu jetzt eine Konsultation gestartet, die noch bis zum 24. Juni läuft. Die für das vierte Quartal 2026 angekündigte Initiative soll die Digitalisierung der europäischen Wasserwirtschaft beschleunigen und die Wasserbewirtschaftung effizienter, resilienter und nachhaltiger gestalten, heißt es in Aufforderung zur Stellungnahme. Vorgesehen ist eine Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat.
Nach Einschätzung der Kommission ist der Digitalisierungsgrad der europäischen Wasserwirtschaft bislang stark fragmentiert. Defizite bestehen sowohl zwischen den einzelnen Bereichen des Wasserkreislaufs – etwa Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung – als auch zwischen kommunaler, nationaler und europäischer Ebene. Fehlende Standards, proprietäre Datensysteme und unzureichende Interoperabilität erschwerten bislang eine effiziente Nutzung digitaler Technologien. Dadurch könne der Wassersektor Potenziale etwa bei der Überwachung von Dürren, Überschwemmungen, Wasserknappheit und Wasserverschmutzung nur eingeschränkt nutzen.
Der geplante Aktionsplan soll insbesondere den Einsatz von KI-gestützten Big-Data-Analysen, digitalen Zwillingen, intelligenten Sensoren und Zählern sowie Erdbeobachtungssystemen stärken. Erfahren Sie mehr……..