Erst kürzlich ging ein Video aus einem tschechischen Zoo viral, das einen überhitzenden Eisbären in der Sommerhitze zeigen soll.
Da stellt sich die Frage: Wie geht es eigentlich Eisbär Mika und Mama Nuka bei den hohen Temperaturen im Zoo Karlsruhe? Man könnte meinen, dass Polartiere nicht für heißes Wetter gemacht sind. Doch die Lebensbedingungen von Eisbären in freier Wildbahn sind gar nicht so eisig, wie viele erwarten.
Eisbär-Lebensraum umfasst auch warme Gebiete
„Viele Leute denken, dass Eisbären nur im Schnee und Eis leben“, sagt Zoosprecher Timo Deible auf Nachfrage der Redaktion. Tatsächlich erstrecke sich ihr Lebensraum auch über Regionen, in denen die Temperaturen im Sommer auf über 30 Grad steigen können – etwa in Teilen von Kanada, wo die Sonne im Sommer ununterbrochen scheint. Mika und Nuka seien die aktuellen Temperaturen deshalb von Natur aus gewohnt, erklärt er.

Icon vergrößern
Die Pinguine lassen sich im Zoo karlsruhe besprenkeln.
Foto: Thomas Riedel
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Die Pinguine lassen sich im Zoo karlsruhe besprenkeln.
Foto: Thomas Riedel
Dennoch sei es wichtig, dass Tiere nicht überhitzen. Dafür gebe es im Eisbärengehege jederzeit die Möglichkeit, Schatten oder Wasser aufzusuchen. „Die Tiere wissen sehr genau, was gut für sie ist“, sagt Deible.

Icon vergrößern
Sprinkler als Abkühlungsmöglichkeit im Zoo Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Sprinkler als Abkühlungsmöglichkeit im Zoo Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel
Eis gibt es für Mika auch im Winter
Neben zahlreichen schattigen Plätzen wird auch das Becken im Eisbärengehege aus kühlem Brunnenwasser gespeist. Außerdem können die Tiere jederzeit in den Innenbereich, wo es rund zehn Grad kühler ist als draußen. Gewöhnlich würden Mika und Nuka aber erst in der Mittagssonne liegen, um dann zur Abkühlung ins Wasser zu springen, so Deible. Zudem würden ihr Fell und das Fett wie eine Isolationsschicht wirken, die sowohl vor Hitze als auch vor Kälte schütze.

Icon vergrößern
Eisige Überraschung für Mika im Zoo Karlsruhe am 28. Mai.
Foto: Thomas Riedel
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Eisige Überraschung für Mika im Zoo Karlsruhe am 28. Mai.
Foto: Thomas Riedel
Der Zoo arbeitet zudem viel mit Eisbomben und Crushed Ice. Davon konnte sich die Redaktion am 28. Mai vor Ort selbst ein Bild machen. Freudig vertilgt der junge Eisbär die kühle Erfrischung. Allerdings gehe es bei diesen Leckereien, weniger um Abkühlung als um eine spielerische Beschäftigung, sagt Deible. Denn diese wird den Bären das ganze Jahr über angeboten – auch im Winter.