TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Am Ende wurde es noch mal turbulent. Der VfL Wolfsburg war auf der Suche nach einem Trainer für den Neuaufbau nach dem Abstieg in die 2. Liga auf Tim Walter (50) zugegangen. Doch der winkte schnell ab – weil er unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung bei Holstein Kiel steht. Die Verhandlungen mit Geschäftsführer Olaf Rebbe (48) verliefen positiv, die Einigung dürfte zeitnah verkündet werden.

Walter hatte im Februar für den gefeuerten Marcel Rapp (47) übernommen, schließlich mit Platz 12 relativ souverän die Rettung geschafft. In elf Spielen holte Walter im Schnitt 1,55 Punkte (fünf Siege, vier Niederlagen, zwei Unentschieden). Seit dem letzten Spieltag liefen die Verhandlungen von Kiel mit Walter, der nur bis Ende der Saison unterschrieben hatte. Dem plötzlichen Werben aus Wolfsburg erteilte er eine höfliche Absage. Walter, der schon 2018/19 Holstein Kiel trainierte, ist vom Plan für die kommende Saison überzeugt. Der nun, da in der Trainer-Personalie Klarheit herrscht, mit Transfers belebt werden soll.

Und wie geht es beim VfL Wolfsburg weiter? Da steht der Totalumbruch an, eine fast komplette Mannschaft ist weg. Als Trainer-Topkandidat gilt weiterhin Alexander Blessin (53) von Mit-Absteiger FC St. Pauli. Ins Spiel gebracht wurde auch der Belgier Wouter Vrancken (47), der zuletzt VV St. Truiden trainierte. Diese Spur ist nach BILD-Informationen aktuell aber nicht besonders heiß. Der bisherige Trainer Dieter Hecking (61) steht trotz Abstieg kurioserweise vor einer Beförderung zum Sport-Geschäftsführer. Dieser Posten ist vakant, seit Anfang März der Däne Peter Christiansen (51) gefeuert wurde.

Mehr zum Thema

Einem weiteren Boss droht zudem das Aus: Finanz-Geschäftsführer Michael Meeske (54) wird intern zunehmend kritisch gesehen. Der Vorwurf: Er hole zu wenig wirtschaftlichen Gewinn aus den Möglichkeiten. Im Geschäftsjahr 2024/25, dessen Zahlen gerade veröffentlicht wurden, machte der VfL 12,7 Mio. Euro Miese.