Ob Heuschrecken-Flammkuchen, Landjäger-Humidor oder Lieferdienst während Corona-Zeiten – die Phono Bar ist für kreative Ideen bekannt. Hinter den Ideen steckt der inzwischen 40-jährigen Thomas Elischer: Der geborene Südpfälzer betreibt die Bar seit 2016 – und feiert am Samstag, 30. Mai, eine große Party zum 10-jährigen Jubiläum.

Efeu-Dschungel, 100 Biere – und 10 Jahre als Südpfälzer in Karlsruhe

Wer außergewöhnliche Biere trinken möchte, fährt in die Karlsruher Oststadt: Neben ausführlicher Beratung zum Craft-Bier-Sortiment in Flaschen (inzwischen 80 bis 100 Sorten!), gibt es auch gemütlichen Bar-Charme. Was sieht man nach zehn Jahren Phono, wenn man heute durch die Tür geht im Vergleich zu damals, wollen wir von Thomas wissen. „Zuviel Kruscht an den Wänden und in den Regalen und einen Efeu-Tuten-Urwald an der Decke“, antwortet der geborene Südpfälzer. Ansonsten ist er in ruhigeren Phasen inzwischen deutlich entspannter: „Am Ende zählt die Konstanz über die Jahre.“

Phono Bar in der Oststadt Karlsruhe.

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Phono Bar in der Oststadt Karlsruhe.
Foto: ka-news

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Phono Bar in der Oststadt Karlsruhe.
Foto: ka-news

Vor zehn Jahren ging es einfach los: Mit einer passenden Location in der Karl-Wilhelm-Straße 6 und tatkräftiger Unterstützung der Familie: Bis heute helfen die Geschwister und Eltern tatkräftig mit. Vater Elischer ist Hausmeister, Flammkuchen-Bäcker und Außenbereich-Designer in einer Person, wann immer er gebraucht wird. Für die Corporate Identiy ist Schwester Sarah Elischer zuständig: Sie hat die inzwischen beinahe schon kultigen Zeichnungen und Speisekarten entworfen.

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Foto: Verena Müller-Witt

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Foto: Verena Müller-Witt

Neben viel Bier-Fachwissen, machen weitere liebevolle Details den Charme des Phonos aus: Zum Beispiel der Landjäger-Humidor: Wenig bekannt in der Fächerstadt, selbstverständlich in der Pfalz. Thomas ist geborener Südpfälzer. Die Entscheidung, eine Bar in Karlsruhe zu eröffnen, fiel ganz pragmatisch: Die Heimatstadt Hagenbach war zu klein – und eng wird es auch in Landau. „So verschlug es mich ins schöne Karlsruhe“, erzählt Thomas im Gespräch mit der Redaktion.

Corona-Krise und Ukraine-Krieg sind fordernd – das Phono überlebt

Zehn Jahre – ein Meilenstein in der Gastro-Welt. Viele Herausforderungen liegen hinter Thomas und seiner Phono Bar: Dank staatlicher Hilfen und einem Lieferdienst überstehen sie die Corona-Krise 2020 und ihre Folgejahre. „Danach ging es bergauf“, sagt der Wirt. Schwierig wurde es für Thomas wieder mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs: „Durch die Energiekrise mussten wir die Preise anpassen“, sagt Thomas, „das haben wir auch beim Umsatz gespürt. Ungefähr anderthalb Jahre hatten wir einen Umsatzeinbruch – dann waren wir wieder auf Normalniveau. Inzwischen sind die Leute wieder ausgeh- und trinkfreudiger.“

Lieferservice während Corona (Archivbild).

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Lieferservice während Corona (Archivbild).
Foto: Phono

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Lieferservice während Corona (Archivbild).
Foto: Phono

Und was waren die Höhepunkte in zehn Jahren Phono?

Neben Tiefen, gibt es beim Rückblick auf zehn Jahre Barbetrieb aber auch viele Höhen. Für Thomas zählen dazu vor allem die Biertastings und der Corona-Lieferservice – „diese haben uns über die Grenzen der Oststadt hinaus bekannt gemacht!“ Aber auch die vielen DJ-Sessions oder sogenannten „Tap Take overs“, wenn befreundete Brauer für einen Abend im Phono vorbeikommen und die Theke übernehmen.

Bier-Bar und Vinyl-Hotspot: Gute Musik gibt es auch im Phono

Das Phono hat sich in zehn Jahren nicht nur einen guten Bier-Ruf erarbeitet, sondern ist auch unter Vinyl-Liebhabern beliebt: Jeden Samstag legen DJs mit Vinyl-Platten auf – ein Merkmal der Bar. Und sicherlich eines ihrer Erfolgsgeheimnisse: Die Gäste schätzen den Mix organischer Musik aus Funk, Latin, Disco Boogie und Salsa. An manchen Tagen legt Thomas als Pater João“ auch selbst auf – mit seinem DJ-Partner hat es sich der 40-Jährige bis auf „Das Fest“ gegroovt.

Pater João.

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Pater João.
Foto: ps

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Pater João.
Foto: ps

Die Phono Bar schaffte es im Google Ranking 2023 unter die Top 7 der beliebtesten Bars in Karlsruhe. Was sollte man hier auf jeden Fall getrunken haben? „Vom Fass: Gamerbräu Hell und Citra Ale“, empfiehlt Thomas. Und was wäre sein letztes Bier auf einer einsamen Insel? Die Antwort ist eindeutig: „Gamerbräu!“ Dieses wird auch auf der 10-Jahres-Party ausgeschenkt: Am Samstag, 30. Mai, lädt die Phono Bar ab 18 Uhr zur großen Jubiläumsparty ein. Was danach kommt? „Erstmal Urlaub“, sagt Thomas.