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Die RB-Stars um Castello Lukeba stehen vor dem Fanblock und feiern mit den Anhängern mit „Leipzig-Leipzig“-Sprechchören. Klingt normal, aber ist es nicht. Denn die Fans sind nicht die eigenen, sondern Anhänger von Mamelodi Sundowns, gegen das die Sachsen auch noch gerade mit 1:3 verloren hat. Am letzten Abend der Südafrika-Reise war nichts gewöhnlich.

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RB-Torwart Peter Gulacsi fasst treffend zusammen: „Wir haben leider verloren. Aber es war ein geiler Abend, ein schöner Abschluss. Es ist das einzige Saisonspiel, bei dem das Ergebnis nicht wichtig ist.“

Und irgendwie haben deshalb auch die Richtigen gewonnen. Denn die Südafrikaner feierten ihre drei Treffer nach dem Leipziger 1:0 durch U19-Spieler Samba Konaté mit allen Spielern und Betreuern auf dem Platz, fast so wie bei ihrem Sieg der afrikanischen Champions League eine Woche zuvor.

Samba Konaté (17) traf für RB Leipzig gegen die Sundowns

Samba Konaté (17) traf für RB Leipzig gegen die Sundowns

Foto: picture alliance/ZB

Qualmende Reifen und Feuerwerk

Das Freundschaftsspiel in Pretoria vor 17.800 Zuschauern war von Beginn an mehr Party als Fußball. Die Sundowns-Fans sangen und tanzten 90 Minuten lang. In der Pause ließ Wheelspin-Star Sam Sam die Autoreifen qualmen. Ein DJ legte auf einer Hebebühne zehn Meter über dem Rasen auf. Und ständig sprühten Feuerwerksraketen am Spielfeldrand.

Die Leipziger Geschäftsführer Johann Plenge (41/l.) und Marcel Schäfer (41)

Die Leipziger Geschäftsführer Johann Plenge (41/l.) und Marcel Schäfer (41)

Foto: RB Leipzig

Marcel Schäfer trifft Delron Buckley

Bei so viel guter Unterhaltung tanzte auch RB-Manager Marcel Schäfer in der Pause mit. Da hatte das aus Profis und Nachwuchsspielern bunt gemischte Team noch geführt und der frühere Linksverteidiger hatte im Stadion seinen ehemaligen Bundesliga-Kollegen Delron Buckley (Bochum, Bielefeld, Dortmund, Mainz) getroffen. „Der schnellste Gegenspieler, den ich je hatte“, meinte Schäfer. Nachdem die komplette Leipziger Mannschaft durchgewechselt wurde und der Faden komplett riss, war die Miene von Schäfer etwas finsterer.

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Quelle: DFB / BILD29.05.2026

Niederlage schmälert „geile Saison“ nicht

Kein Torschuss nach dem Seitenwechsel, drei Gegentore und ganz viele Eindrücke. „Wir haben eine neue Fußball-Kultur kennengelernt“, sagt Gulacsi. „Sie zocken sehr viel mit dem Ball, sind eine gute Mannschaft.“ Nur ein kleiner Wermutstropfen. Denn der Torwart bilanzierte: „Es war eine geile Saison. Wir haben sehr vieles richtig gemacht und unser großes Ziel, die Champions League, erreicht.“