Neue Operation angelaufen

Hier trifft die Ukraine Putins Truppen wohl besonders hart

30.05.2026 – 01:28 UhrLesedauer: 3 Min.

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Ein brennender russischer Tanklaster. In sozialen Medien werden Bilder von mutmaßlichen Angriffen auf russische Versorgungswege veröffentlicht. (Quelle: x.com/OSINT)

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Die Ukraine versucht mit einer neuen Taktik, die russischen Truppen an der Front zu schwächen. Dabei greift sie weit hinter der Frontlinie an.

Die Ukraine versucht mit einer neuen Operation den Nachschub für Putins Truppen zu unterbrechen. Das Vorhaben unter dem Namen „Logistic Lockdown“ hat die russischen Nachschubwege im Visier, auch auf russischem Gebiet.

„In den letzten Monaten haben wir die Zerstörung feindlicher Logistik, Lagerhäuser, Maschinen, Kommandoposten und Versorgungswege im operativen Hinterland vervierfacht. In den Dashboards zeichnet sich bereits ein Muster ab: Je mehr russische Logistik zerstört wird, desto weniger Angriffsaktionen finden an der Front statt“, berichtete der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov auf Facebook. Ziel sei, den Druck auf die russischen Truppen so zu erhöhen, dass diese keine Angriffe an der Front mehr durchführen könnten.

Die 412. Nemesis-Brigade der Drohnenstreitkräfte der ukrainischen Armee teilte am Dienstag in einer Erklärung mit, dass die Straße P-280 zur Krim derzeit Ziel eines konzentrierten Angriffs ist.

Ukrainische Einheiten und der Generalstab haben in sozialen Medien Dutzende Videos veröffentlicht, die Angriffe auf russische Transportfahrzeuge zeigen sollen. Unter anderem war eine Straße, die 100 Kilometer von der Front entfernt ist, ins Visier genommen worden. In den Aufnahmen sind brennende Fahrzeuge zu sehen, einige konnten aber weiterfahren.

Verteidigungsminister: Mehr Mittel bereitgestellt

Möglich machen die Angriffe auf die Nachschublinien auch Schläge gegen die russische Flugabwehr. „Seit Frühlingsbeginn haben Mittelstreckenangriffe die russische Luftabwehr in der Region ausgeschaltet, sodass wir jeden beliebigen Punkt in den vorübergehend besetzten Gebieten anfliegen konnten“, erklärte Topot, ein Kommandeur des 7. Bataillons der ukrainischen „Magyar’s Birds“ – einer auf Drohnenkriegsführung spezialisierten Einheit – am Dienstag gegenüber dem US-Magazin „Politico“. Jetzt könne man die Transportwege innerhalb einer Stunde erreichen. „Wir erschweren nicht nur die Fortbewegung, sondern verbieten sie generell auf allen Straßen in den vorübergehend besetzten Gebieten“, sagte Topot.

imago images 0855888541Vergrößern des BildesDer ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov: Er lässt russische Nachschubtransporte angreifen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Fredrik Sandberg/TT/imago)

Der ukrainische Verteidigungsminister Fedorov erklärte, die ukrainische Offensive habe „die Zerstörung feindlicher Logistik, Lagerhäuser, Waffen, Kommandostellen und Versorgungswege in der operativen Tiefe verstärkt“. Die Regierung habe fünf Milliarden UAH (etwa 96,5 Millionen Euro) bereitgestellt, um moderne Mittel für den mittleren Angriffsraum zu beschaffen. „Die Mittel fließen an die leistungsstärksten Gruppen, die auf die Bekämpfung des Feindes in der operativen Tiefe spezialisiert sind und in diesem Bereich die besten Ergebnisse erzielen“, schrieb Federov.

Auf Telegram berichteten russische Militärblogger von vermehrten ukrainischen Angriffen auf russische Versorgungswege. „Neben Angriffen auf wichtige Nachschubrouten werden nun auch Attacken auf anderen Straßen in Richtung Front registriert – diese sind weiß markiert. Aktuell sind 78 Angriffe und ausgebrannte Fahrzeuge auf der Karte verzeichnet“, schrieb der Blogger Oko Gora und veröffentlichte eine Karte des Gebiets.