Unwetter im Westen
Feuerwehren im Dauereinsatz – Konzert abgebrochen
Aktualisiert am 30.05.2026 – 02:42 UhrLesedauer: 3 Min.
Rheine: Ein Auto steht in einer überfluteten Straße in einer Unterführung. (Quelle: Bernd März)
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Eine Unwetterfront hat den Westen Deutschlands erreicht und sorgt dort für Schäden sowie Feuerwehreinsätze. In Münster musste ein Konzert abgebrochen werden.
In Teilen von Nordrhein-Westfalen sorgen Unwetter für Starkregen, heftigen Wind, Schäden und Bahnchaos. Besonders betroffen war am Abend Münster: Die Feuerwehr rückte zu Hunderten Einsätzen aus. „Wir haben Vollalarm hier“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Zahlreiche Keller liefen voll, außerdem blockierten umgestürzte Bäume einige Straßen.
Ein Open-Air-Konzert des bekannten deutschen DJs „BUNT.“ nahe der Halle Münsterland musste abgebrochen werden. Zwei Ruderer wurden aus der Werse gerettet. „Sie waren von dem Unwetter überrascht worden und hielten sich in Ufernähe an einem Baum fest“, teilte die Feuerwehr mit.
Über dem Bereich eines Klimacamps in Dortmund zog ein schweres Gewitter auf. Zum Schutz der Teilnehmenden stellten die Feuerwehr und die Stadt Hamm nach Angaben der Dortmunder Polizei einen Bustransfer zu einer Turnhalle für die Aktivisten zur Verfügung.
Auch im Kreis Borken und im Kreis Steinfurt wurden die Feuerwehren vielfach alarmiert. Dort sorgten vor allem überflutete Keller und umgestürzte Bäume für Einsätze. Schwerpunkte lagen laut WDR in Rheine, Neuenkirchen und Emsdetten. In Solingen wurde das Dürpelfest zeitweilig geräumt. Die Veranstalter rechneten mit Sturmböen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde. Am Abend konnte die Veranstaltung fortgesetzt werden.
350 Einsatzkräfte im Kreis Soest unterwegs
Bei dem Versuch, eine überflutete Straße zu durchfahren, blieb ein Autofahrer in Witten mit seinem Fahrzeug im Wasser stecken. Er kletterte auf das Fahrzeugdach und wurde dann von der Feuerwehr unverletzt gerettet, wie diese mitteilte. Die Einsatzkräfte waren wegen des Gewitters, aber auch wegen abgeknickter Bäume und Wasser auf Fahrbahnen und in Gebäuden, unterwegs.
Auch im Kreis Warendorf stürzten Bäume um und Keller liefen voll. In der Stadt Warendorf gebe es aktuell rund 20 Einsätze, unter anderem sei ein Blitz in ein ländliches Anwesen eingeschlagen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Es würden aber mehr Einsätze erwartet. Die Leitstelle für den Kreis Warendorf laufe vor Notrufen über.
Im Kreis Soest waren am Abend nach Angaben der Feuerwehr rund 350 Einsatzkräfte unterwegs. Der Schwerpunkt lag dabei im nördlichen Kreisgebiet, insbesondere in der Stadt Lippstadt mit rund 50 unwetterbedingten Einsätzen. Die Bahnlinien Soest-Dortmund, Soest-Hamm und Soest-Lippstadt waren unwetterbedingt gesperrt. Eine Einsatzkraft wurde an der Hand verletzt.
Auch in Bremen musste die Feuerwehr ausrücken. Dort fielen bei dem Sturm einige Bäume um.

