Vollsperrung in den Pfingstferien
Demo am Brenner: Wie man noch zum Gardasee kommt
Aktualisiert am 30.05.2026 – 03:12 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Gardasee (Archivbild): Das bei Münchnern beliebte Reiseziel ist Ende Mai nur schwer erreichbar. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Martin Eisner/imago)
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Am Samstag ist der Brenner stundenlang gesperrt. Schon am Freitag staut sich der Verkehr. Wer zum Gardasee will, muss umplanen – doch es gibt Alternativen.
Er gehört zu den beliebtesten Wochenend-Zielen der Münchner: Der Gardasee, liebevoll einfach nur „der Lago“ genannt. Doch wer am letzten Mai-Wochenende hin will, braucht starke Nerven. Denn aufgrund einer Demonstration von Anwohnern wird ein Teil der A13 über den Brenner vollständig gesperrt.
Das heißt: Autos, Lkw und Busse müssen einen großen Umweg in Kauf nehmen. Generell ist die Reise mit dem Auto nicht zu empfehlen: Schon am Freitag (29. Mai), dem Tag vor der lange angekündigten Sperre, staut es sich auf der Autobahn. Um also möglichst stressfrei dennoch in ein kurzes Urlaubs-Wochenende zu düsen, sollte man stattdessen auf andere Optionen ausweichen.
Mit dem Auto zum Gardasee am 30. Mai
Wer die Reisedaten nicht anpassen konnte und auf das Auto angewiesen ist, braucht starke Nerven und viel Geduld. Die „schnellste“ Alternative ist der Reschenpass (B180), mit einem Umweg über die Gemeinde Imst. Wer etwa Riva del Garda als Ziel hat, muss dabei 61 Kilometer mehr einplanen und sollte rund anderthalb Stunden zusätzliche Fahrzeit einkalkulieren.
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Bei der Ausweichroute über den Pass wird der Raum Innsbruck umfahren. Die Straße führt über Nauders und endet in Bozen. Von dort geht die Reise wie gehabt weiter über die A22 nach Süden, in Rovereto zweigt man ab zum „Lago“.
Insgesamt liegt die Reisezeit bei ungefähr 6 Stunden. Man sollte jedoch damit rechnen, dass es länger dauert: Es ist durchaus wahrscheinlich, dass auch am Samsta mehr Fahrzeuge unterwegs sind, um die Sperrung zu umfahren. Außerdem gibt es bei Nauders eine Baustelle, weshalb der Verkehr dort eingeschränkt sein wird.
Die von den Tiroler Behörden angekündigte Umleitung über die Schweiz führt unter anderem über den Gotthard-Pass am Comer See vorbei in Richtung Mailand. Hier sind Reisende deutlich länger unterwegs: Hier fallen mindestens 10 Stunden Fahrtzeit fallen an.
Mit dem Zug nach Sirmione
Deutlich entspannter ist die Anreise mit dem Zug. Ab München gibt es täglich mehrere Eurocity-Züge, die nach Italien fahren. Angefahren werden etwa Venezia San Lucia oder Verona Porta Nuova, beide stoppen auch in Rovereto. Von dort fahren mehrmals täglich Regionalbusse zum Nordufer des Gardasees, zum Beispiel nach Riva del Garda.

