„Die Vision einer Vollendung in Harmonie“ wird am Sonntag, 31. Mai, um 11 Uhr im Hülser Kunstraum „Einsicht frei“ eröffnet. Die kleine Galerie im Herzen von Hüls (neben St. Cyriakus) zeigt die vielschichtige Arbeit des 2006 verstorbenen Künstlers Arno Fassbender, der in seiner Zeit im Umfeld der Essener Kulturszene tätig war. Auch in anderen europäischen Ländern hat er damals Ausstellungen gezeigt (Frankreich, Österreich, Italien, Spanien). „Es ist der Versuch einer Retrospektive, deren unterschiedliche Themen im Schaffen uns Staunen macht“, teilt Beate Schumacher vom Kunstraum mit.
Arno Fassbender (Jahrgang 37) arbeitete in den 70er Jahren an fein geschwungenen Plastiken, in denen Menschenfiguren spartanisch angedeutet sind. Hans Arp und Max Ernst dürften hier ihren Einfluss hinterlassen haben. Aber es gibt auch großformatige Materialbilder. Auf Sperrholz aufgebrachte Spachtelungen mit Mörtel lassen skriptorale Einzeichnungen erkennen. Quadrate und „schlichte Formen“ auf rostigen Flächen sind häufig Ausgangspunkte einer seiner vielen Schaffensphasen gewesen. Metallbleche wurden bewusst der Korrosion überlassen. Innerhalb einer bestimmten Bildaufteilung finden sich Eisenflächen in Zusammenspiel mit Sperrholz wieder, die mit Ölfarbe farblich gestaltet wurden.
Die Ausstellung im Kunstraum Hüls, Zur Klausur 4, ist bis 14. Juni zu sehen.