Viel zu oft passiert es, dass man einen Blockbuster schaut und das Gefühl hat, alles irgendwo schon mal gesehen zu haben. Selbst aufwendige Actionszenen können sich mitunter austauschbar anfühlen. Bei diesem Kracher ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Kaum ein anderer Film hat sich in den vergangenen zwei Dekaden dermaßen ins Gedächtnis der Popkultur eingebrannt wie Mad Max: Fury Road.
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Mad Max: Fury Road bei Amazon Prime: Besser werden Action-Blockbuster nicht
Lange Zeit war unklar, ob die Mad Max-Reihe jemals fortgesetzt wird. Zwischen 1979 und 1985 waren drei Filme mit Mel Gibson in der Hauptrolle erschienen, der den titelgebenden Road Warrior in eine seiner Paraderolle verwandelte. Kann die Endzeitvision überhaupt ohne Gibson funktionieren? Mad Max: Fury Road, der 2015 in den Kinos startete, lieferte eine spektakuläre wie kompromisslose Antwort auf diese Frage: ja!
In der Fortsetzung übernimmt Tom Hardy Gibsons Part. Wie sich schnell herausstellt, ist er gar nicht die wichtigste Figur im Film. Noch viel eindrücklicher bahnt sich die von Charlize Theron verkörperte Imperator Furiosa ihren Weg durch den brennenden Wüstensand – und das in einer unaufhaltsamen Vorwärtsbewegung. Mad Max: Fury Road ist eine einzige Verfolgungsjagd – ohne Zeit für Pausen und Umwege.
Das kann sich Furiosa gar nicht leisten: Sie wird von dem tyrannischen Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) und seiner Armee aus War Boys verfolgt, nachdem sie fünf seiner Frauen zur Flucht verholfen hat: Toast (Zoë Kravitz), Splendid (Rosie Huntington-Whiteley), Capable (Riley Keough), Dag (Abbey Lee) und Cheedo (Courtney Eaton). Mit einem tonnenschweren War Rig rasen sie durch die Postapokalypse.
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Samstagabend-Blockbuster bei Amazon Prime: Non-Stop-Action mit Mad Max: Fury Road
Mad Max: Fury Road kam in einer Zeit ins Kino, in der sich Franchises wie Star Wars, Terminator und Jurassic Park um nostalgische Gefühle bemühten. Regisseur George Miller hatte daran jedoch keinerlei Interesse. Seine Endzeitvision ist ein radikales Action-Manifest, das nur einer Maxime folgt: Bewegung. Sobald die Motoren gestartet sind, folgt er den monströsen Maschinen seines glühenden Sci-Fi-Action-Epos.
Ein unbändiges Dröhnen begleitet Mad Max: Fury Road zwei Stunden lang, während auch die Farben in intensivster Pracht zur Geltung kommen. Alles in dieser Welt strahlt eine unglaubliche Intensität aus – allem voran die Fahrzeuge, die wie Hauptfiguren in Szene gesetzt werden und mit der perfekten Mischung aus Lust und Expertise zerlegt werden. Actiontechnisch ist Mad Max: Fury Road ein unfassbares Meisterwerk.
Miller führt praktische und digitale Effekte nahtlos zusammen, sodass man kaum glauben kann, was für eine Wucht man erlebt, wenn Charlize Theron als Furiosa unerschrocken mit Hochgeschwindigkeit durch die Wüste brettert. Mad Max: Fury Road ist aber nicht nur ein Brachialfilm der Extreme, der einen beim Schauen kaum durchatmen lässt. Auch Schönheit, Eleganz und Zärtlichkeit stecken in der Inszenierung.
Im rastlosen Treiben des Hitzeflimmerns führt Miller die größten Widersprüche zusammen, sodass die Zeit wie im Flug vergeht. Am liebsten würde man sich direkt nach dem Ende nochmal ins Spektakel stürzen, weil alles an diesem Film maximal aufregend ist. Mad Max: Fury Road ist eine brillante Franchise-Wiederbelebung und der beste Sci-Fi-Action-Blockbuster, den ihr am Samstagabend bei Amazon Prime schauen könnt.