Bielefeld. Es ist gerade zwei Monate her, da feierte die Theaterstiftung Bielefeld ihr 25-jähriges Bestehen. Der Düsseldorfer Landtagspräsident war dabei, ebenso Verdis Troubadour, Bizets Carmen, die Autorin und Kolumnistin Elke Heidenreich und natürlich auch die langjährige Stifterin Susanne Hellermann. Diese hatte sich bei einem Skiunfall arg das Knie ramponiert und kam dadurch in den zweifelhaften Genuss, als Mobilitätsbeeinträchtigte die Theaterlounge im ersten Stock des städtischen Drei-Sparten-Hauses aufsuchen zu müssen. Zuvor feierte sie einen runden Geburtstag.

Auf Geschenke verzichtete Hellermann zugunsten einer Spende für die Theaterstiftung mit dem Ziel, einen Außenaufzuges am Stadttheater zu bauen. Der soll auch Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den Weg in die Lounge und damit zum Gastronomiebetrieb des Theaters ebnen. Dort finden regelmäßig die Premierenfeiern statt.

Seit Jahr und Tag, also seit 25 Jahren, bemüht sich die Stiftung um diese barrierefreie Bereicherung für die Kulturfreundinnen und -freunde der Stadt. Denn so ist es auch in der Stiftungssatzung vermerkt: „Aufgabe der Theaterstiftung ist es heute, dafür Sorge zu tragen, dass das Stadttheater jetzt und in Zukunft den Bielefeldern und der gesamten kunstliebenden Region als hochklassiges Drei-Sparten-Theater zur Verfügung steht.“ „Und zwar allen Bielefeldern“, wie Theaterintendantin Nadja Loschky ausdrücklich betont.

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3.000 Euro sind ein erster Schritt

Immerhin 3.000 Euro haben Hellermanns Geburtstagsgäste zusammentragen können. Nur ein erster Schritt angesichts der vom Architekten und technischem Vorstand der Stiftung, Kai Brückner-Hüttemann, kolportierten Kosten, die „locker in den sechsstelligen Bereich“ gehen werden. Aber ein Anfang ist gemacht. „Ich bin meinen Freunden dafür sehr dankbar“, sagt Susanne Hellermann.

Die zuständige Denkmalschutzbehörde in Münster habe Zuversicht signalisiert, auch wenn es, wie Loschky anmerkt, ein Kampf gegen die Windmühlen sei. Bei dem über 120 Jahre alten Gebäude am Niederwall müsse buchstäblich jeder Nagel in der Wand beantragt und genehmigt werden.

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Frei stehender Aufzug neben dem Torbogen zum Innenhof

Rechts neben dem Hofeingang des Hofbräuhaus-Biergartens soll eines Tages ein möglichst frei stehender Aufzug zum Obergeschoss installiert werden. „Eines Tages“, das könnte nach den Worten der Kuratoriumsvorsitzenden Christiane Pfitzner in der Sommerpause vor der Spielzeit 2027/28 realisiert werden, vorausgesetzt, ein erklecklicher Betrag an Spendengeldern werde noch in die Stiftungskasse gespült.

Nadja Loschky gibt sich zuversichtlich, denn sie weiß: „Die Stadtgesellschaft liebt ihr Theater, ihre Oetkerhalle, ihre Sinfoniker.“ Sie wirbt für mehr Empathie mobilitätseingeschränkten Mitbürgern gegenüber und sie weiß auch: „Ein Schritt folgt dem nächsten und über jeden Schritt soll man sich freuen.“ Für die Intendantin ist eines sonnenklar: „Das Theater könnte ohne die Stiftung nicht existieren. Und die Stifter und Kuratoriumsmitglieder engagieren sich alle ehrenamtlich.“ Infos unter www.theaterstiftung-bielefeld.de.

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