Derweil steigt der Bedarf nach Magnetfeldsensoren. Daher haben die Wissenschaftler in Dresden an einer nachhaltigeren Produktion geforscht. Und diese gefunden. Eisen, Zellulose und Bienenwachs: diese umweltfreundlicheren Inhaltsstoffe reichen aus, um neuartige Magnetfeldsensoren zu bauen. Statt auf klassische Herstellungsverfahren setzt das Team dabei auf biobasierte Tinten und industrielle Drucktechnologien – letztlich auf Siebdruck.

Breite Anwendung geplant

„Eisen oder Zellulose kennt die Menschheit seit Jahrhunderten“, sagt Lin Guo vom HZDR. „Die Herausforderung besteht darin, aus diesen nachhaltigen Materialien einen Sensor mit brauchbarer Leistung zu entwickeln.“ Und das ist den Materialforschern gelungen, inzwischen bereits lizenziert.

Besonders interessant sind für die Forschenden Bereiche, in denen elektronische Bauteile nur für begrenzte Zeit benötigt werden, etwa in intelligenten Verpackungen, medizinischen Einwegprodukten oder speziellen Sensorsystemen für die Landwirtschaft. Dort könnten nachhaltige Magnetfeldsensoren künftig helfen, Elektronik ressourcenschonender herzustellen.