Konzerte zum 250. Geburtstag der USA

Rückzieher: Trump sauer über Absagen von Musikern

31.05.2026 – 01:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Donald Trump bei einer Zeremonie am Soldatenfriedhof in Arlington. Er muss wohl bei den Feierlichkeiten zum Geburtsgah der USA umplanen.Vergrößern des Bildes

Donald Trump bei einer Zeremonie am Soldatenfriedhof in Arlington. Er muss wohl bei den Feierlichkeiten zum Geburtstag der USA umplanen. (Quelle: Alex Brandon)

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Mehrere Musiker sagen Konzerte zum 250. Geburtstag der USA ab. Trump reagiert verärgert.

In den vergangenen Tagen haben immer mehr Musiker die Teilnahme an von der US-Regierung organisierten Konzerten zum 250. Geburtstag der USA abgesagt. Jetzt hat US-Präsident Donald Trump offenbar verärgert reagiert. Er erwägt eine Planänderung für die Feierlichkeiten rund um den Unabhängigkeitstag der USA im Juli. Anstelle der ursprünglich vorgesehenen Konzerte in der Hauptstadt Washington könne er sich eine Kundgebung mit sich selbst als Hauptredner vorstellen, teilte Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social mit.

Er sei schließlich „die größte Attraktion der Welt, derjenige, der weitaus größere Menschenmengen anzieht als Elvis in seiner Blütezeit, und das ohne Gitarre“. Er könne den Platz „dieser drittklassigen Künstler“ auf der Bühne einnehmen, schrieb Trump. Er lasse daher prüfen, ob „am Mittwoch“ eine Kundgebung mit dem Titel „Amerika ist zurück“ organisiert werden könne. Trump ließ offen, welchen Mittwoch er meint und welche Veranstaltungen zugunsten der Kundgebung möglicherweise abgesagt werden sollen.

Die Konzerte sollten während der vom 25. Juni bis zum 10. Juli geplanten Feierlichkeiten auf der National Mall zwischen dem Kapitol und dem Washington-Denkmal stattfinden. Mehrere Künstler, unter ihnen die Country-Sängerin Martina McBride und der Sänger der in den 1980ern erfolgreichen Band Poison, Bret Michaels, hatten ihre Teilnahme in den vergangenen Tagen aber abgesagt. Insgesamt zogen fünf der neun angekündigten Musiker ihre Zusagen inzwischen zurück.

Morris Day & The Time: „Für mich ist das ein Nein“

Freedom 250, die Organisation hinter der „Great American State Fair“, hatte am Mittwoch die Künstler für die 16-tägige Veranstaltung bekannt. Die Organisation wurde im vergangenen Jahr von der Trump-Regierung ins Leben gerufen, und der Präsident ernannte ihren Geschäftsführer; die Organisation betont jedoch, dass die Veranstaltung überparteilich sei.

„Entgegen den Gerüchten werden Morris Day & The Time nicht auftreten“, hieß es in einem Beitrag, den der Künstler in den sozialen Medien veröffentlichte. „Für mich ist das ein Nein“, fügte der Künstler hinzu.

Auch Young MC meldete sich zu Wort. „Ich habe meine Agenten darüber informiert, dass ich nicht beim Freedom-250-Event auftreten werde. Den Künstlern wurde zu keinem Zeitpunkt mitgeteilt, dass die Veranstaltung politische Hintergründe oder Verbindungen hat. Und obwohl die Organisatoren behaupten, die Veranstaltung sei parteipolitisch neutral, bezeichnet das Magazin SPIN sie als ‚von Trump unterstützt‘. Ich hoffe, in naher Zukunft in Washington, D.C. auftreten zu können – bei einer Veranstaltung, die nicht derart politisch aufgeladen ist.