Schlammschlacht und Sonderfahrten

Rock im Park: Was der Ansturm die VAG wirklich kostet

Aktualisiert am 30.05.2026 – 21:31 UhrLesedauer: 2 Min.

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Straßenbahn in Nürnberg: Wie ist der ÖPNV zu Rock im Park unterwegs? (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

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Während Nürnberg feiert, läuft die Logistik im Nahverkehr auf Hochtouren. Die VAG reicht Sonderfahrten ins System ein und hält Reserven vor – größere Zwischenfälle bleiben selten.

Wenn Rock im Park in Nürnberg läuft, verzeichnet auch die VAG deutlich mehr Fahrgäste. Ärger mit Festivalbesuchern gebe es nach Angaben des Verkehrsunternehmens jedoch kaum. „Festivalbesucher sind äußerst friedliche Menschen und gehen gut mit unseren Fahrzeugen um“, teilte die VAG mit.

Zusätzliche Reinigungskräfte brauche es deshalb normalerweise nicht, heißt es auf Anfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online. Nur wenn das Festivalgelände wetterbedingt zur „Schlammschlacht“ werde, steige der Aufwand bei der Reinigung spürbar an. In den vergangenen Jahren habe die VAG das aber mit dem vorhandenen Werkstattpersonal auffangen können. Extra-Schichten für Reinigung oder Werkstatt seien nicht notwendig gewesen.

Mehrkosten gehören zum Standard

Ganz ohne Zusatzaufwand läuft das Festival für die VAG dennoch nicht. Während Rock im Park seien etwa zehn zusätzliche Busse und zwei weitere Straßenbahnen im Einsatz. Außerdem halte das Unternehmen weitere Fahrzeuge bereit, um bei besonders hohem Andrang flexibel reagieren zu können.

Die Kosten dafür seien allerdings Teil des regulären Auftrags, den die Stadt Nürnberg an die VAG vergeben habe. Das Unternehmen erklärt, ein „angemessenes Angebot während Großereignissen wie Rock im Park, Fußballspielen oder kulturellen Veranstaltungen“ gehöre zum öffentlichen Dienstleistungsauftrag. In diesem Jahr beteiligt sich zudem der Veranstalter über ein KombiTicket für das VGN-Gebiet an den Kosten. Damit können Besucher Busse und Bahnen zur An- und Abreise nutzen. Auf genaue Zahlen und Kosten geht die Sprecherin nicht ein.

Nach Angaben der VAG zählt Rock im Park inzwischen zu den Großveranstaltungen, auf die sich das Unternehmen routiniert vorbereitet. Entscheidend sei dabei die Zusammenarbeit mit Polizei, Einsatzkräften und Veranstalter.