Aachens Lars Gindorf jubelt in der Partie gegen Rot-Weiß-Essen.

Stand: 19.02.2026 • 13:34 Uhr

Zuletzt lief es in der 3. Liga wieder etwas besser für Alemannia Aachen. Einen großen Anteil daran hat Torjäger Lars Gindorf, der mit seinen Toren die Schwarz-Gelben aus dem Tabellenkeller schoss.

Spätestens seit dem 3:1-Auswärtssieg am vergangenen Wochenende beim SSV Ulm konnte die Alemannia aus Aachen etwas aufatmen. Mit dem Sieg am 24. Spieltag vergrößerten die Aachener den Abstand auf Abstiegsplatz 17 auf fünf Punkte. Es war das vierte Spiel hintereinander ohne Niederlage.

Gindorf führt Torjägerliste an

An diesem Zwischenhoch nicht unwesentlich beteiligt ist Lars Gindorf, der mit seinen Toren so etwas wie die Lebensversicherung der Alemannia ist. Auf 16 Treffer ist sein Konto in dieser Saison schon angewachsen – soviele hat kein anderer Spieler in der 3. Liga geschossen.

Auch in der Scorerwertung liegt er mit 25 Punkten vorne vor Berkan Taz (SC Verl) und Tolgay Cigerci (Energie Cottbus), jeweils 24 Punkte. Diese Zahlen sind umso bemerkenswerter, da Gindorf nicht als zentraler Stürmer aufläuft, sondern im offensiven Mittelfeld auf Torejagd geht.

Schroers als kongenialer Partner

Dabei profitiert er vor allem auch vom guten Zusammenspiel mit einem weiteren Leihspieler, der im Sommer in die Kaiserstadt kam: Mika Schroers, ausgeliehen von Arminia Bielefeld.

Lars Gindorf (l.) jubelt mit Mika Schroers.

So harmonierten die beiden zuletzt in Ulm sehr gut zusammen. Gindorf erzielte mit einem traumhaften Weitschuss in den Winkel die 1:0-Führung für die Alemannia, kurz darauf legte Schroers nach Pass von Gindorf das 2:0 für Mehdi Loune auf. Zusammen haben die beiden Offensiv-Akteure 26 der 39 Aachener Tore erzielt.

Viele Vereine in Gindorfs Vita

Trotz seiner erst 24 Jahre hat Gindorf bereits eine bewegte Spielerkarriere hinter sich. Schon im Jugendbereich klapperte der gebürtige Wadgassener (Saarland) mehrere Vereine ab: 1. FC Saarbrücken, FC Ingolstadt, SV Elversberg und SC Freiburg, wo er vor fünf Jahren auch sein Debüt im Profibereich gab. Über den FC Memmingen landete Lars Gindorf bei Hannover 96, schaffte dort aber nicht den ganz großen Durchbruch.

Ende August vergangenen Jahres folgte der Wechsel auf Leihbasis zu Alemannia Aachen – eine gute Entscheidung. Denn für die Alemannia erwies sich Gindorf als Glücksgriff.

Zukunft bei Alemannia Aachen?

Fraglich ist nun, ob die Alemannia ihren Top-Mann halten kann. Eine Kaufoption für Gindorf besitzen die Aachener nicht. Demnach müsste er im Sommer wieder zurück nach Hannover. Bei Schroers sieht das anders aus, für ihn besitzt der Klub ein Kaufrecht.

Der Sommer und die Wechselperiode sind aber für beide erst einmal weit weg. Jetzt gilt die Konzentration dem letzten Saisondrittel mit Alemannia Aachen. Und da haben die Mannschaft und ihre Top-Scorer noch viel vor. Zu spüren bekommen soll das als nächstes der Tabellenzweite SC Verl, der am Samstag (14.30 Uhr) am Tivoli gastiert.

Unsere Quellen:

  • t-online.de
  • kicker.de
  • sportschau.de

Sendung: WDR.de, „Lars Gindorf – Aachens Lebensversicherung im Abstiegskampf“, 19.02.2026, 11:40 Uhr

Westdeutscher Rundfunk