Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Angriffe zeigen Wirkung: Benzin auf der Krim wird knapp
Aktualisiert am 31.05.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 26 Min.
Autos auf der Kertschbrücke: Die Ukraine nimmt zuletzt verstärkt die russische Logistik im besetzten Süden des Landes unter Beschuss. (Archivfoto) (Quelle: Uncredited)
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In der besetzten Südukraine wird Treibstoff knapp. Im Kernkraftwerk Saporischschja schlägt eine Drohne in eine Halle ein. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Ukraine greift Pumpstation für Ölpipeline an
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Energieanlagen fortgesetzt und dabei nach eigenen Angaben auch eine Pumpstation für eine Ölpipeline von Sibirien nach Belarus getroffen. Es handele sich um die Pumpstation Lasarewo in der Region Kirow, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntag auf Telegram mit.
In der Nacht sei auch eine Ölraffinerie in der Region Saratow attackiert worden. Dies habe einen Großbrand ausgelöst. Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim kündigte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow unterdessen Einschränkungen für den Benzinverkauf an. Einen Grund nannte er nicht. Die Ukraine greift jedoch seit Monaten russische Treibstoffanlagen in der Nähe der Krim an.
Angriffe zeigen Wirkung: Benzin auf der Krim wird knapp
Die Behörden auf der von Russland seit 2014 annektierten Halbinsel Krim haben nach den ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölanlagen Begrenzungen für die Ausgabe von Benzin eingeführt. Benzin der Marke AI-95 – entspricht Super in Europa – werde vorrangig an öffentliche und soziale Verkehrsmittel abgegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter der Region, Sergej Aksjonow, auf Telegram mit. Normale Bürger könnten den Treibstoff nur mit Bezugsschein tanken – dann ohne Mengenbegrenzung. Für die Marke AI-92 (Normal) gelte wiederum eine Obergrenze von 20 Litern.
- Empfindliche Treffer: Drohnenangriffe stören russische Versorgungsrouten
„Das Tanken in Kanister ist verboten“, schrieb Aksjonow zudem. Damit soll offenbar Hamstern verhindert werden. Seinen Angaben nach gelten die Beschränkungen zunächst für einen Zeitraum von 30 Tagen. Im Internet kursieren derweil zahlreiche Videos von langen Schlangen vor den Tankstellen auf der Krim.
Seit Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine dient die Krim als Versorgungsbasis für die im Süden der Ukraine angreifenden russischen Truppen. Daher ist die Halbinsel vermehrt ins Visier ukrainischer Drohnen- und Raketenangriffe gerückt. Gerade Ölanlagen geraten zunehmend unter Beschuss. So brennt die Raffinerie in der Stadt Feodossija seit zwei Tagen. Kiews Ziel ist es, die Versorgung der Besatzungstruppen zu erschweren.
Ukraine erhält weitere Iris-T-Abschussrampe aus Deutschland
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine weitere Abschussanlage für die Iris-T-Flugabwehr aus Deutschland erhalten. Das System sei am Samstag eingetroffen, teilte Selenskyj auf Telegram mit. Zugleich forderte Selenskyj weiteren Nachschub an Munition.
