Kugelstoßerin Yemisi Mabry hat wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Die Olympiasiegerin von Paris 2024, die damals noch unter ihrem Mädchennamen Yemisi Oguleye gestartet war und Ende März den US-amerikanischen Football-Profi Tyler Mabry geheiratet hatte, gewann beim Goldenen Oval in Dresden. Mit 19,21 Metern setzte sich die 27-Jährige von der MTG Mannheim vor der Schwedin Fanny Roos (18,73 m) und Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge/18,48 m) durch.
Mit mehr als 19 Metern sei man zu diesem Zeitpunkt der Saison „immer in der Weltspitze mit dabei“, so Mabry. Das EM-Jahr sieht sie für sich persönlich als „Durchschnaufjahr“. In 2027 steht dann wieder eine WM an, ein Jahr darauf folgen die Olympischen Spiele.
Im letzten Stoß noch mal Bestweite
Nachdem Mabry bereits in der vergangenen Woche beim Meeting in Rehlingen 18,81 Meter gestoßen hatte, steigerte sie ihre Freiluft-Saisonbestleistung im ausverkauften Heinz-Steyer-Stadion vor 10.000 Zuschauern deutlich.
Die Mannheimerin übernahm bereits mit ihrem ersten Versuch (19,16 m) die Führung und ließ sich den Sieg anschließend nicht mehr nehmen. Im Gegenteil: Im letzten Versuch legte sie noch einmal fünf Zentimeter drauf. Weniger als drei Monate vor dem Saisonhöhepunkt, den Europameisterschaften im britischen Birmingham (10. bis 16. August), präsentiert sich die Titelverteidigerin damit nach zuletzt einigen Problemchen in stärkerer Verfassung.
Richter ohne „Segelunterstützung“ auf Rang drei
Im parallel ausgetragenen Diskuswettbewerb belegte Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) Rang drei. Der 23-Jährige hatte sich im April auf der „Segelwiese“ im US-amerikanischen Ramona mit 74,00 Metern auf Platz vier der „ewigen“ Weltbestenliste geschoben, blieb in Dresden mit 66,36 Metern jedoch deutlich unter dieser Marke. Der Sieg ging an den australischen Weltjahresbesten Matthew Denny mit 67,76 Metern vor Abuduaini Tuergong aus China (66,39 m). Henrik Janssen vom Sportclub Magdeburg wurde mit 65,99 Metern Vierter.
„Es ist erstmal für mich ein gutes Ergebnis. Die Saison nimmt jetzt gerade erst richtig Fahrt auf und das große Ziel ist natürlich, bei der EM dann weit zu werfen“, erklärte Richter anschließend, der zufrieden war, „wieder 66 stehen zu haben.“