500 Personen haben an der Familienwallfahrt des Bistums Augsburg nach Rom teilgenommen. Vom 25. bis 30. Mai waren sie gemeinsam mit Bischof Bertram Meier nach Italien gereist. Besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an der Generalaudienz des Papstes auf dem Petersplatz.
Papst Leo XIV. sprach in seiner Katechese über die Schönheit der Liturgie und rief die Menschen deutscher Sprache dazu auf, mit der Kraft des Heiligen Geistes gläubig und andächtig an der heiligen Liturgie teilzunehmen, „damit wir Christus immer mehr gleichgestaltet werden und durch ihn den einen und dreifaltigen Gott verherrlichen“. Gleichzeitig drückte er erneut seine Sorge über die Intensivierung der Kämpfe in der Ukraine aus. Sein Fazit: „Der Krieg löst keine Probleme, sondern verschärft sie; er schafft keine Sicherheit, sondern vervielfacht Leid und Hass.“
Darum will Bischof Betram Meier nicht Papst werden
Bischof Meier lud die jugendlichen Teilnehmer zu „Pizza and talk“ nach Trastevere ein. So wollten sie von ihm beispielsweise wissen, wie er Bischof geworden sei, welche Glaubensmomente in seinem Leben ihm in Erinnerung geblieben wären und was er von der Benachteiligung der Frauen in der Kirche halte. Am häufigsten jedoch kam die Frage auf, was er am Morgen mit dem Papst gesprochen habe. Seine Antwort: „Ich habe mich dem Papst vorstellen wollen, doch dieser meinte gleich, dass er mich noch in Erinnerung habe. Auch Augsburg war ihm ein Begriff. Darauf habe ich erwidert, dass er mich hoffentlich in guter Erinnerung habe, woraufhin wir beide lachen mussten.“ Abschließend wollten die Jugendlichen von ihm wissen, ob er selbst einmal Papst werden wolle. Bischof Bertram verneinte dies mit Nachdruck und erklärte, dass Päpste sehr einsame Menschen seien. Selbst ihm als Bischof falle es schon schwer, Freundschaften gut zu pflegen und zwischen echten und falschen Freunden zu unterscheiden.
Das Maskottchen Lupinella begleitete die Kinder auf der Familienwallfahrt durch Rom. – Foto: Leander Stork/pba
In seiner Predigt während des Abschlussgottesdienstes in der Papstbasilika St. Paul vor den Mauern betonte Bischof Meier, dass Rom einiges zu bieten gehabt habe. „Am wichtigsten scheint mir zu sein, dass wir die positiven Begegnungen und Erfahrungen wie einen Schatz in unseren Herzen dankbar aufnehmen, damit die Bilder dieser Reise nicht verfliegen wie ein Spielfilm, den wir im Halbschlaf schauen.“
AZ
