Die Schrift kommt einem vage bekannt vor und auch das durchscheinende Logo weckt Erinnerungen. Kein Wunder, denn das was da bei Maria Lentzen an den Wänden hängt, waren einmal Plastiktüten des Buchhauses Stern-Verlag. Das ist leider längst Geschichte. Doch die Tüten haben überlebt. Über die Jahre hatte der beliebte Büchertempel in der Friedrichstadt, der weit über Düsseldorfs Grenzen hinaus bekannt war, das Design der Tragetaschen verändert. Auch das spiegelt sich in den Werken Maria Lentzens wider. „Ich zerschneide die Tüten und verwebe sie neu“, gibt die Künstlerin Einblick in ihre Herangehensweise. Dabei hat sie immer nur einen Versuch, denn „wenn es sich um seltene Tüten handelt oder Einzelstücke, die ich aus Japan, USA oder Israel habe, muss ich mir genau überlegen, was ich machen will. Sind sie einmal zerschnitten, ist es zu spät für einen Plan B“.