Frau Bahr, können Sie sich noch an Ihr erstes Mal im KitKat-Club erinnern?
Natürlich. Ich war 18, gerade frisch vom sächsischen Dorf nach Berlin gezogen und wollte etwas erleben. Damals habe ich immer die Sendung „Wa(h)re Liebe“ mit Lilo Wanders geschaut, in der es oft um Nacht- und Swingerclubs ging. Ich wusste aber zunächst nicht, wo ich solche Clubs finde.

Irgendwann habe ich dann den Schwulenclub Böse Buben entdeckt, in den mittwochs auch Frauen durften. Als ich dort saß und mehrere ineinander verwobene Männerkörper beobachtete, sprach mich ein Mann Mitte 60 an – mit Tina-Turner-Perücke auf dem Kopf und goldenen Ketten um den Bauch – und sagte mir, er wisse, wohin ich gehöre.