Ausflugstipp in Franken

Marktplatz, Burg, Fachwerk: Das steckt hinter dem „Schnatterloch“

Aktualisiert am 01.06.2026 – 02:22 UhrLesedauer: 3 Min.

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Der Marktplatz in Miltenberg (Archivbild): Bilderbuchhafter als hier geht es in Sachen Fachwerk wohl kaum. (Quelle: SinaEttmer via imago-images.de/imago)

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Eine Burg aus dem 12. Jahrhundert wacht über eine Stadt mit viel Geschichte. Dazu lockt ein Gasthof, der seit Jahrhunderten Gäste empfängt. Sogar Elvis war schon dort.

Miltenberg in Franken punktet mit historischem Flair: Zahlreiche Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild, dazu kommt ein Marktplatz, der in Deutschland seinesgleichen sucht. Auch kulinarisch hat die Kleinstadt Besonderes zu bieten – mit einem der ältesten Restaurants Deutschlands. Warum Miltenberg auf die Liste für den nächsten Ausflug gehört.

Der Marktplatz, im Volksmund „Schnatterloch“ genannt, ist wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Rund um den Platz reihen sich prächtige Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert aneinander. Ergänzt wird das Ensemble durch einen Renaissance-Brunnen und den markanten Schnatterlochturm.

Das ist der Ursprung des Namens „Schnatterloch“

Wo einst Miltenbergs große Wein- und Getreidehändler ansässig waren, ist heute ein Touristenmagnet entstanden: Der Marktplatz zählt nach Angaben des örtlichen Tourismusverbands zu den meistfotografierten Plätzen Deutschlands. Als Blickfang gilt das Haus Clausius mit seinem markanten Erker – in dem Gebäude befindet sich inzwischen ein Hotel.

Der Marktplatz der Kleinstadt (Archivbild): Der historische Platz ist auch als "Schnatterloch" bekannt.Vergrößern des BildesDer Marktplatz der Kleinstadt (Archivbild): Der historische Platz ist auch als „Schnatterloch“ bekannt. (Quelle: IMAGO / Depositphotos/imago-images-bilder)

Achten sollten Besucher zudem auf eine kleine Wasserrinne, die vom etwas zurückgesetzt stehenden Schnatterlochturm zum Platz und weiter zum Main verläuft. Ihr verdankt der zentrale Treffpunkt in Miltenberg nämlich seinen Zweitnamen „Schnatterloch“. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Rinne und geht auf das mittelalterliche Wort „snade“ zurück. Das bedeutet so viel wie Schneise oder Grenze, wie auf der Webseite des Tourismusverbands erklärt wird.

Von der Burg aus sieht man die ganze Stadt

Wer vom Marktplatz bergauf durch den Torbogen am Schnatterlochturm hindurchgeht, gelangt zur Mildenburg. Die Burganlage stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im Auftrag des staufischen Kaisers Konrad III. errichtet. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt sie im 16. Jahrhundert, nachdem sie im Markgräflerkrieg (1552) zerstört wurde. Vom Bergfried aus genießen Besucher eine herrliche Aussicht über das Maintal und die Stadt, zudem ist ein Kunstmuseum darin untergebracht.