
In Paris wurde ein Auto in Brand gesetzt, als PSG-Fans am 30. Mai den Sieg ihrer Mannschaft im Finale der UEFA Champions League gegen Arsenal feierten. Foto: AFP
In den frühen Morgenstunden des 31. Mai (vietnamesischer Zeit), unmittelbar nachdem Paris Saint-Germain (PSG) Arsenal in einem packenden Elfmeterschießen in Budapest besiegt und damit seinen Europapokaltitel erfolgreich verteidigt hatte, strömten Zehntausende Fans auf die Straßen, um zu feiern. Die Freude über den Sieg wurde jedoch schnell von blutigen Auseinandersetzungen zwischen extremistischen Gruppen und der Polizei überschattet.
Laut dem jüngsten Bericht des französischen Innenministeriums kam es in rund 15 Städten landesweit zu Unruhen. Bislang wurden mindestens 780 Personen festgenommen, davon allein 480 im Großraum Paris. Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte die formelle Inhaftierung von 277 Personen, darunter 82 Minderjährige.
Trotz der Mobilisierung einer massiven Einsatzgruppe von 22.000 Polizisten und Gendarmen im ganzen Land durch die französische Regierung (davon 8.000 in Paris stationiert), blieb die Lage in den Brennpunkten außer Kontrolle.
Auf der Avenue des Champs-Élysées versammelten sich etwa 20.000 Menschen und skandierten Siegesparolen. Kurz darauf begannen Gruppen von Randalierern, Steine, Flaschen und Stühle zu werfen sowie Feuerwerkskörper direkt auf die Polizeibarrikaden abzufeuern. Die Sicherheitskräfte mussten wiederholt Tränengas und Schlagstöcke einsetzen, um die randalierende Menge aufzulösen.
Im Parc des Princes Stadion: Eine Gruppe von etwa 150 Personen versuchte, das Haupttor zu beschädigen und anzugreifen, um ins Stadion einzudringen, wurde aber von der Bereitschaftspolizei zurückgeschlagen.
Die Unruhen hatten verheerende Folgen für Menschenleben und Eigentum: Mindestens 57 Polizisten und 219 Zivilisten wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt. Besonders tragisch: Ein 24-Jähriger kam inmitten des Chaos bei einem Motorradunfall auf dem Pariser Autobahnring ums Leben, und ein 17-Jähriger befindet sich nach einer Messerattacke im 16. Arrondissement in kritischem Zustand.
Zahlreiche Autos und öffentliche Elektrofahrräder wurden bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Viele Geschäfte, Bäckereien und Restaurants in den Hauptstraßen wurden geplündert und ihre Fassaden beschädigt. Der Verkehr in Paris kam vollständig zum Erliegen, da viele U-Bahn- und Buslinien kurzfristig ihren Betrieb einstellen mussten.

Die Feierlichkeiten in Paris arteten in Chaos aus. Foto: Reuters
Der französische Innenminister Laurent Nuñez verurteilte die Gewalt gegenüber den Medien aufs Schärfste und nannte sie „völlig inakzeptabel“. Marine Le Pen, Vorsitzende der rechtsextremen Partei Frankreichs, teilte hingegen verbittert in den sozialen Medien mit: „Nur in Frankreich kann der Sieg eines Fußballvereins zu Ausschreitungen führen, die die Menschen zwingen, sich in ihren Häusern einzuschließen.“
Trotz der erschreckenden Nacht bestätigten die französischen Organisatoren, dass die Siegesparade von PSG auf dem Champs-de-Mars am Fuße des Eiffelturms wie geplant am Abend des 31. Mai stattfinden wird. Anschließend wird das gesamte PSG-Team im Élysée-Palast von Präsident Emmanuel Macron unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt offiziell empfangen.
Nhat Le
Quelle: https://baothanhhoa.vn/bao-loan-kinh-hoang-tai-phap-sau-chuc-vo-dich-c1-cua-psg-gan-800-nguoi-bi-bat-1-nguoi-tu-vong-289546.htm