Bei „Cor Maris“ – der ersten Ausstellung der Multimediakünstlerin Julia Esch in Wuppertal – erlebten die Besucher der Backstubengalerie eine besondere Vernissage. Neben den abstrakten Malereien aus den Serien Pyrophyte, Rivers und Odyssey/Message in the Bottle zeigt die Viersenerin ein neues Diptychon, das sie mit einer Live-Performance einweihte. Im gedimmten Licht zündete sie vor den beiden Gemälden, so dunkelblau wie die Tiefsee, zu einem Track der Industrial-Rock-Band „Nine Inch Nails“ zwei Kerzen an, warf ihren bodenlangen schwarzen Samtmantel ab und schwang sich auf die frei stehende Poledance-Stange vor dem altarähnlichen Stillleben. Zum Abschluss der Performance nahm Julia Esch behutsam die halbtransparente, zerbrechliche Skulptur zwischen den Gemälden in die Arme – ein Bündel oder ein Kind?