Man darf sich nicht zu früh freuen. Auch beim Entchenrennen nicht: Das kleine, gelbe Badewannentierchen, das lange so weit vorne lag, gewinnt am Ende doch nicht. In der Krümmung des Itterbachs kurz vor dem Ziel wird es noch eingeholt. Und ein anderes Gummitier macht das Rennen, sichert sich den Siegerpreis: ein iPad.

Rund 300 Entchen waren bei diesem dritten Rennen des Urdenbacher Entchen-Wettbewerbs, dem sogenannten Erwachsenen-Rennen, auf die Strecke gegangen. Von der Brücke hin zur Orangerie des Benrather Schlosses hatte man sie gleichzeitig ins Wasser geworfen. Rund 500 Meter lang war die Strecke. Dafür brauchten die Entchen in der sanften Strömung des Itterbachs ungefähr 20 Minuten. Der Allgemeine Bürgerverein Urdenbach (ABVU) und der Bürgerschützenverein Urdenbach hatten dieses Spektakel in Szene gesetzt, die Schützen haben die Organisation vom Lions-Club Düsseldorf Schloss Benrath übernommen.

Familie Servos war auch zum Entchenrennen gekommen. Zum ersten Mal, wie Mutter Vanessa sagte. Sie seien erst vor kurzem von Himmelgeist nach Urdenbach gezogen und wollten ein bisschen „im Dorf ankommen“. Wobei der Itterbach an dieser Stelle noch auf Benrather Gebiet fließt, wie Thomas Garn, 2. Vorsitzender der Bürgerschützen, erklärte.

Vier Entchen, also vier Lose zu je fünf Euro, hatten die Servos für das erste Rennen des Tages, das Kinderrennen, gekauft. Die Startnummern klebten die Schützen immer unter den Entenboden. Den Zieleinlauf hätten sie gar nicht so verfolgt, meinte Vanessa Servos, aber als dann der Sieger aufgerufen wurde, stellten sie fest: Sie hatten gewonnen. Als ersten Preis hatte das Fahrradhaus Garath ein Kinderrad ausgelobt, und auch für Rang zwei und drei gab es Gutscheine. Über das Rad freute sich die vierjährige Romy. So eins in Blau mit Gangschaltung habe sie sich immer schon gewünscht, erzählte sie strahlend.

Auch beim Kreativrennen, wo jeder seine ganz persönlich gestaltete Ente zu Wasser lassen konnte, hatte sich Familie Servos beteiligt, mit einem reichlich verzierten Tierchen in Blau. Den Preis für die schönste Ente bekam allerdings eine Gruppe, die sich nach kurzem Beratschlagen auf den Namen „Benrather Schlossenten“ verständigte. Ihre große und sehr orangefarbene Ente war unter anderem mit Plastikspargel dekoriert. Daher hieß sie „Spargelente“. Als Preis erhielt die Gemeinschaft einen Verzehrgutschein über 300 Euro für den Zeltbesuch beim Urdenbacher Erntedankfest.

Das treffe die Richtigen, meinte die gut gelaunte Runde. Zudem war die „Spargelente“ auch noch die Schnellste. Aber ein Preis pro Ente sei genug, befand die Jury, und kürte kurzerhand das zweitplatzierte Entchen, ein ganz kleines Exemplar, zur Siegerin. Auch dafür gab es einen Gutschein.

Am Ende wurde es immer etwas hektisch, denn viele Entchen wollten eingesammelt werden. Manche schlüpften zunächst auch durch. Aber wie auf der „Rennstrecke“ wateten Freiwillige auch am Ziel durchs Wasser, um abgetriebene Entchen wieder auf den rechten Weg zu bringen. Bis in den Rhein habe es wohl noch kein Entchen geschafft, meinte Thomas Garn. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Benrather Tüte und der Kita Wittenberger Weg zugute.