Bereits im Jahr 2021 war die Fußgängerbrücke über den Innenhafen demontiert worden. Wer seitdem an der Flaniermeile von einer auf die andere Seite will, muss entweder die Schwanentorbrücke oder die Brücke Am Innenhafen nutzen oder bis ans andere Ende nahe der A59 laufen. Das können dann schon mal ein paar hundert Meter Umweg sein. Damit soll aber nun bald Schluss sein.
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) haben im Auftrag der Stadt eine Ausschreibung für eine neue Fußgängerbrücke über den Innenhafen gestartet. Voraussetzung dabei war unter anderem, dass eine neue Brücke den Innenhafen und die Böschungsbereiche überspannt und eine Beeinträchtigung der teilweise denkmalgeschützten Böschungsbereiche vermeidet.
Das Ergebnis ist eine sowohl modulare als auch mobile Brücke. Der Clou: Sie kann bei Bedarf zurückgebaut und an anderer Stelle wieder eingesetzt werden. So soll auch die Drachenbootregatta nicht beeinträchtigt werden. Entweder können die Drachenboote unter der neuen Brücke durchfahren – oder sie wird für die Dauer der Rennen zeitweise versetzt. Grundsätzlich soll ihre Positionierung ein wenig in östliche Richtung – also näher zum Parkhaus – verschoben werden.
Um dem Denkmalschutz gerecht zu werden, ist bereits ein entsprechendes Erlaubnisverfahren initiiert worden. Der Bau soll voraussichtlich im Herbst dieses Jahres beziehungsweise Anfang 2027 erfolgen. Die Kosten in Höhe von rund 850.000 Euro tragen die Wirtschaftsbetriebe. Die Stadt sieht den Bau einer Brücke als weitere Kostenpflichtiger Inhalt Aufwertung des Duisburger Innenhafens an. Ob eine Verknüpfung der Brücke mit dem Betrieb des „Duispools“ möglich ist, werde derzeit geprüft. Im vergangenen Sommer konnten Schwimmbegeisterte hier über einen Holzsteg ins Wasser des Innenhafens gelangen und dort baden und schwimmen. Ob dies in diesem Jahr auch wieder möglich sein wird, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt.