Es ist nicht die erste Ehrung, die Albert Handelmann in seinem Leben erhalten hat. Bereits im Jahr 2010 wurde der Mönchengladbacher für sein jahrelanges soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Nun hat ihm der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf einen Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Überreicht wurde es ihm von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Einsatz für Betroffene von Polyneuropathie

Handelmann setzt sich bereits seit Jahrzehnten für Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Kostenpflichtiger Inhalt Polyneuropathie ein. Angefangen hat alles im Jahr 1997, als er selbst an dem Guillain-Barré-Syndrom (GBS) erkrankte. Das führte dazu, dass er seine berufliche Laufbahn in der Telekommunikations- und Computerindustrie zugunsten seines Engagements für die Selbsthilfe anpasste. 1998 gründete er den Verein „Deutsche GBS CIDP Initiative“ für Betroffene und deren Angehörige. Dort war er bis 2015 Vorsitzender, heute ist er Ehrenvorsitzender des Vereins. Im Jahr 2017 gründete Handelmann zudem den „Landesverband der Polyneuropathie Selbsthilfe“ in Nordrhein-Westfalen. Zwei Jahre später schloss sich daran der entsprechende „Bundesverband Polyneuropathie Selbsthilfe“ an. Beide Verbände leitet Handelmann bis heute.

Neben der Verbandsarbeit ist der Mönchengladbacher Ansprechpartner für Medizinerinnen und Mediziner, außerdem organisiert er regelmäßig Symposien, um über die Erkrankungen aufzuklären. Wie ein Sprecher des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS NRW) mitteilt, umfasst sein Netzwerk mittlerweile fast 5000 Betroffene. Sowohl national als auch international habe er für seine Arbeit Anerkennung erhalten. Es sei seiner Arbeit zu verdanken, „dass Betroffene heute besser vernetzt sind, Zugang zu wichtigen Informationen haben und durch die Selbsthilfegruppen Unterstützung und Orientierung finden“.