Dies sei ein neuer Weg im sächsischen Strafvollzug, sagt Carsten Lange, Leiter der JVA. „Wir haben bereits den Besuch der Angehörigen im Freien ermöglicht. Dort werden die Gefangenen von Bediensteten beaufsichtigt. Jetzt haben Väter mit Kindern die Möglichkeit zu sagen, sie möchten auch mal zur Schaukel oder zum Sandkasten.“ Die Insassen werden weiterhin beaufsichtigt und auf verbotene Gegenstände durchsucht, so dass da nichts übergeben werden kann, versichert Lange.

Nach Angaben des Justizministeriums zeige die Erfahrung im Strafvollzug , dass Inhaftierte, die regelmäßigen Kontakt zu Familie und Angehörigen haben, ausgeglichener sind. Konflikte und Auseinandersetzungen hinter Gittern treten dadurch seltener auf. Im Mittelpunkt der Maßnahme stünden aber vor allem die Kinder, sagt Vollzugsabteilungsleiter Dennis Naumann. „Die Kinder sind mitbestraft, teilweise auch mitgefangen. Wir können nicht unterscheiden zwischen einem guten oder weniger guten Vater.“ Deshalb versuche man, für die Kinder Freiheiten zu ermöglichen, so Naumann.