
Stand: 01.06.2026 21:05 Uhr
Auf der A39 ist seit Montag der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Handorf in Richtung Hamburg für zwei Wochen gesperrt. Das sei ein Schlag ins Gesicht für alle Pendler, heißt es von der Stadt Lüneburg.
Wie die zuständige Autobahn GmbH mitteilt, müssen zahlreiche Schäden in der Fahrbahndecke ausgebessert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 13. Juni, heißt es in der Mitteilung. Witterungsbedingt könnten sich die Arbeiten aber auch verzögern. Die Umleitung in Richtung Hamburg führt laut der Autobahn GmbH über die Kreisstraße 46 und die B404.
Stadt Lüneburg kritisiert die Sperrung
Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Bündnis 90/Die Grünen) forderte am Freitag, dass die Bauarbeiten sofort verschoben werden müssen. Das teilte die Politikerin in einem Schreiben an Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und Verkehrsminister Hendrik Tonne (SPD) mit. Die Baumaßnahmen seien ein Schlag ins Gesicht für die vielen Berufspendler, heißt es. Denn diese seien bereits durch den aktuell eingeschränkten Fahrplan wegen der Bauarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg belastet. Dementsprechend sollten die Arbeiten an der A39 nach dem Wunsch der Stadt erst nach Ende der Bauarbeiten an der Bahnstrecke beginnen – also nach dem 10. Juli.
Eine spätere Sanierung laut Autobahn GmbH nicht möglich
Die Autobahn GmbH entgegnete, dass die Arbeiten planmäßig starten werden. Zudem wird laut Deutscher Bahn ab dem 14. Juni die Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Hannover komplett gesperrt. Dann bestehen noch weniger morgendliche Zugverbindungen zwischen Lüneburg und Hamburg. Die Autobahn GmbH führt an, dass die Sanierung des betroffenen Fahrbahnabschnittes dann für alle Pendlerinnen und Pendler eine noch größere Belastung wäre. Eine Sanierung der Fahrbahn ab dem 10. Juli ist laut Autobahn GmbH auch nicht möglich. Denn ab Juli werde die betroffene Umleitungsstrecke über die Gemeinde Bardowick (Landkreis Lüneburg) saniert. Bauarbeiten ab Oktober seien wegen der Witterungsbedingungen ausgeschlossen, heißt es weiter von der Autobahn GmbH.

Ob Stellwerksstörung oder gerissene Oberleitung – eine Störung im Bahnverkehr kann zurzeit große Auswirkungen haben.

Die Strecke zwischen Hamburg und Schwerin ist fertig. Ab Mitte Juni fahren die Züge dann wieder bis Berlin durch. Auch zwischen Hamburg und Hannover wird gebaut.

Am 1. Mai hat die Sanierung begonnen. Die Strecke ist teilweise gesperrt. Der Fernverkehr wird bis 10. Juli umgeleitet.

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