Update 1. Juni: Wir haben für Euch die Auf- und Abstiegsregelungen des Fußballkreises Wuppertal-Niederberg für die Saison 2025/26 unter die Lupe genommen. So soll in den Kreisligen auf- und abgestiegen werden.
von Sascha Köppen · Gestern, 13:02 Uhr · 0 Leser
So läuft der Auf- und Abstieg in den Wuppertaler Kreisligen. – Foto: Thomas Rinke
Wenn die Saison allmählich auf die Zielgerade einbiegt, häufen sich auch bei FuPa wieder die Fragen zum Thema Auf- und Abstieg. Seit vielen Jahren versuchen wir deshalb, ein wenig Licht in die oft ein wenig dunklen Abgründe der Auf- und Abstiegsregelungen zu bringen. Das versuchen wir auch in diesem Spieljahr, indem wir die Regelungen für die jeweiligen Kreise gesondert unter die Lupe nehmen. Diesmal befassen wir uns mit den Regelungen für den Kreis Wuppertal-Niederberg.
Regelten die Kreise früher oft selbst, wie im Falle einer Punktgleichheit in den Kreisligen verfahren wurde, so hat der Fußballverband Niederrhein dies zuletzt einheitlich festgelegt. Das traf jedoch auch auf den Unmut vieler Fußballer, sah die Regelung doch vor, dass es bei Punktgleichheit auf für den Auf- und Abstieg entscheidenden Plätzen stets durch Entscheidungsspiele die Entscheidung herbeizuführen sei. In diesem Punkt lenkte der FVN nun ein. Nun heißt es in den Regularien: „Gemäß § 41 SpO/WDFV gilt für alle Spielklassen im FVN die Regelung, dass bei Punktgleichheit auf den für Auf- oder Abstieg entscheidenden Tabellenplätzen die Auf- oder Absteiger zuerst nach dem direkten Vergleich ermittelt werden, das heißt, zuerst zählen die Spiele der beiden beteiligten Mannschaften gegeneinander mit Torverhältniswertung. Bei drei oder mehr punktgleichen Mannschaften wird zur Entscheidung auch das Torverhältnis bei allen Spielen der beteiligten Mannschaften untereinander zur Entscheidung herangezogen. Besteht bei dem direkten Vergleich Gleichstand, kommt es erst zu Entscheidungsspielen.“
Zwei Aufsteiger in die Bezirksliga
Als Bezugsgröße für die Kreisligen gilt stets die Anzahl der Absteiger, die ein Kreis in den Bezirksligen zu beklagen hat. Da nicht alle Teams aus dem Kreis Wuppertal-Niederberg in der Gruppe 2 spielen, sondern der ASV Mettmann in Gruppe 1, konnten theoretisch bis zu fünf Kreisteams in der Bezirksliga absteigen. Das ist beim ASV allerdings bereits auszuschließen, während es in Gruppe 1 nur Viktoria Rott als Absteiger getroffen hat, der Rest gerettet ist. Davon unberührt ist aber zunächst die Regelung für den Aufstieg in der Kreisliga A. Denn hier steigen in allen möglichen Konstellationen zwei Mannschaften in die Bezirksliga auf. Das ist unumstößlich, auch mit dem erweiterten Aufstieg hat der Kreis in diesem Jahr nichts zu tun. Allerdings kommt es zu einer Besonderheit durch den freiwilligen Rückzug des TVD Velbert in die Kreisliga A. Diese wird dann für die Saison 2026/27 um ein Team erweitert, weil daraus im Nachgang niemandem ein Nachteil erwachsen darf. Also bleibt die Auf- und Abstiegsregelung ansonsten davon unberührt.
Einfluss nimmt die Bezirksliga auf die Absteiger aus der Kreisliga A. Hier hätten nur zwei Teams den Gang in die Kreisliga B antreten müssen, wenn der Kreis von Absteigern in der Bezirksliga verschont geblieben wäre. Drei Mannschaften erwischt es nun, da es genau einen Absteiger auf Bezirksebene gibt. Mit Stella Azzurra Velbert und dem SSV Sudberg stehen nach Rückzug bereits zwei Absteiger in der Kreisliga A fest.
Drei oder vier Aufsteiger in der Kreisliga B?
In der Kreisliga B ist die Aufstiegsregelung etwas leichter zu erklären. Dort steigen nämlich so lange insgesamt vier Mannschaften auf, also zwei je Gruppe, wie es in der Bezirksliga nicht mehr als zwei Mannschaften aus dem Kreis erwischt – und das ist ja bereits sicher. Etwas komplexer hätte wieder der Abstieg aus der Kreisliga B ausehen können. Sicher war hier, dass mindestens vier Teams absteigen müssen, also zwei je Gruppe. Das ist bei nicht mehr als einem Bezirksliga-Absteiger der Fall – und damit treten schlechtere Szenarien für die Teams nicht ein. Auch hier gibt es allerdings bereits durch Rückzüge feststehende Absteiger. In Gruppe 1 ist das der BV Azadi, in Gruppe 2 sind es die Sportfreunde Siepen II und Rot-Weiß Wülfrath II, was de facto hier bedeutet, dass die Gruppe ohne sportliche Absteiger bleibt.
Bei Aufstieg in der Kreisliga C sind auch wieder verschiedene Varianten möglich. Hier hätten bis zu sechs Teams aufsteigen können, also drei je Gruppe, wenn es keine Bezirksliga-Absteiger in den Kreis gegeben hätte. Fünf sind es nun, das es bei einem Bezirksliga-Absteiger bleibt. Hier müssen Entscheidungsspiele der beiden Dritten zur Ermittlung des fünften Aufsteigers ausgetragen werden.
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