Straßenszene der Altonale.

AUDIO: Kulturfest Altonale kämpft ums Überleben (1 Min)

Stand: 02.06.2026 07:14 Uhr

Die Altonale zieht jeden Sommer Hunderttausende Menschen an. Doch das Kulturfestival kämpft ums Überleben. Der Kulturausschuss der Bezirksversammlung Altona hat nun über die Zukunft des Festivals beraten.

Die diesjährige Altonale ab dem 12. Juni ist noch sicher, sagt Geschäftsführerin Heike Gronholz. Aber wenn es danach keine Lösung gibt, dann müsse man im Februar Insolvenz anmelden. Denn: Nur 20 Prozent des Budgets werden von der Stadt gestellt, den Rest muss das Festival jedes Jahr selbst erwirtschaften. Dadurch, dass die Kosten aber stark gestiegen sind und viele Sponsoren abgesprungen sind, sei man in finanzielle Not gekommen.

Festival verkürzen oder nur alle zwei Jahre?

Seit März läuft bereits eine Spendensammelaktion, bei der schon fast 50.000 Euro zusammengekommen sind. Sie geht noch bis zum 21. Juni 2026. Die Verantwortlichen der Altonale haben fünf Szenarien entwickelt, um zu überleben. Ein Vorschlag lautet: Man könnte das Festival von zehn auf vier Tage verkürzen oder es nur noch abwechselnd mit dem Straßenkunstfestival STAMP stattfinden lassen. Aber selbst dann bräuchte die Altonale noch etwa 90.000 Euro Hilfe.

Im Kulturausschuss hieß es, das Festival solle auf keinen Fall ein zweites Eppendorfer Landstraßenfest werden, aber ein bisschen kommerzieller könnte auch die Altonale werden. Das reicht nicht für die Rettung, sagt Geschäftsführerin Gronholz.

Brosda: „Wir schaffen das!“

Gespräche mit der Kulturbehörde hat es auch schon gegeben – leider ohne finanzielle Zusagen. Gronholz zitierte aber Kultursenator Brosda mit den Worten „Wir schaffen das!“.

Die Altonale ist eines der größten Kulturfestivals in Hamburg – mit Musik, Film, Theater, Kunst, Tanz, Literatur und Street Art. 2025 kamen nach Angaben der Festivalmacher 150.000 Besucherinnen und Besucher zu fast 250 Veranstaltungen.

Eine riesige weiße Möwe (als Kunstfigur beim Straßenfest Altonale) bei einem Fest in Hamburg

Jeden Sommer kommen Hunderttausende Menschen nach Altona – zur Straßenfest. Nun schlägt die Altonale Alarm. Ihr geht das Geld aus.

Nefeli Kavouras

Nefeli Kavouras hat sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit ihrem Text der renommierten Jury gestellt.

Zwei Musiker auf der Bühne der Altonale, der eine sietzend mit Gitarre, der andere stehen mit einem Mikrofon.

Vielfalt ist ein Leitmotiv des Festivals in dem Hamburger Stadtteil. Seit Freitag verwandelt es Altona für zehn Tage wieder in eine riesige Bühne.

Auf einem öffentlichen Platz schauen viele Menschen einer Tänzerin auf einer großen Kugel und einem Puppenspieler mit einer übergroßen Puppe zu.

Zehn Tage lang können Besucherinnen und Besucher Kunst, Musik, Theater und Literatur entdecken – drinnen und draußen.