„Du bist verdammt nochmal verrückt“

Ausraster am Telefon: Trump wütet wohl gegen Netanjahu

Aktualisiert am 02.06.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 2 Min.

US-Präsident Donald Trump am Telefon (Archivbild): CDU-Fraktionschef Steffen Bilger kritisierte die Ergebnisse des Gesprächs.Vergrößern des Bildes

US-Präsident Donald Trump am Telefon (Archivbild): Der US-Präsident soll sich über Israels Regierungschef beschwert haben. (Quelle: Shealah Craighead/imago-images-bilder)

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Trump verkündet nach Gesprächen mit Netanjahu eine Feuerpause im Libanon, trotzdem gehen die Kämpfe weiter. Am Telefon soll der US-Präsident die Fassung verloren haben.

Offiziell verkündete US-Präsident Donald Trump einen Erfolg. „Sehr produktiv“ sei sein Telefonat mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gewesen, teilte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social mit. Zwischen Israel und der radikalislamischen Hisbollah im Libanon herrsche Waffenruhe. Es würden „keine israelischen Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die bereits unterwegs sind, wurden bereits zurückbeordert“, so Trump. Doch die Kämpfe gehen auch am Dienstag weiter. Zum Unmut der USA.

Im Video | Trump verwechselt Kriegspartner

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Hinter den Kulissen heißt es in Washington, das Gespräch zwischen Trump und Netanjahu sei weit hitziger verlaufen als von Trump dargestellt. So berichtete die Plattform „Axios“ am Dienstag unter Berufung auf Insider, Trump habe den israelischen Regierungschef am Telefon angeschrien. Unter Verweis auf einen hochrangigen US-Beamten zitierte „Axios“ den US-Präsidenten mit den Worten: „Du bist verdammt nochmal verrückt. Du würdest im Gefängnis sitzen, wenn ich nicht wäre. Ich rette dir den Arsch. Alle hassen dich jetzt. Alle hassen Israel deswegen.“

Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Und auch Israel setzt seinen Einsatz gegen die Terrorgruppe im Libanon fort und weitet den sogenannten Sicherheitskorridor im Süden des Landes aus. Zuletzt nahm das israelische Militär eine Stellung auf der historischen Burg Beaufort ein.

Der Iran hatte deshalb zuletzt gedroht, die Gespräche mit den USA über einen Frieden am Golf abzubrechen, sollte Netanjahu seine Truppen nicht zurückziehen. Trump widersprach dem. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in raschem Tempo weiter“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.

Benjamin NetanjahuVergrößern des BildesUngeachtet des von Trump verkündeten Stopps gegenseitiger Angriffe droht Benjamin Netanjahu der radikalislamischen Hisbollah. (Archivbild) (Quelle: Ohad Zwigenberg/AP/dpa/dpa-bilder)

Laut „Axios“ warf Trump dem israelischen Regierungschef in dem Telefonat vor, mit seinem Kurs im Libanon die Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs zu gefährden. So berichtete eine zweite Quelle dem Nachrichtenportal, Trump sei „stinksauer“ gewesen und habe Netanjahu angeblafft: „Was zur Hölle machst du da?“