Aberkanntes Tor „passt zur Gesamtkonstellation“

Doch es gab sie, die Chancen in Würzburg. In der 71. Minute glich Lok aus, ein Tor fehlte zur Verlängerung – doch nur eine Minute später, der nächste Rückschlag, die Leipziger gerieten erneut in Rückstand. Ein nicht gegebener Treffer in der Nachspielzeit setzte der Partie dann noch die Krone auf, konstatierte Trainer Jochen Seitz. „Es herrscht nur Wut, Enttäuschung, Leere. Aber nicht, weil die Mannschaft nicht performt hat. Sondern, weil die ganze Fußballgeschichte, die nervt nur.“ Und sagte zum nicht gegebenen 2:2: „Das passt halt zur Gesamtkonstellation.“

Nach den Meisterschaften 2020, 2025 und 2026 steht Lok wieder mit leeren Händen da. Für Farid Abderrahmane ein Unding, besonders, da die Kickers ihre Staffel nicht einmal gewonnen haben. „Würzburg kann da nichts dafür, aber dass wir gegen den Zweiten spielen mussten, obwohl man seit Jahren sagt: ‚Meister müssen aufsteigen‘ – dann lasst doch den Meister aufsteigen.“

Vager Blick in die Zukunft in Leipzig-Probstheida

Die Franken, die seit März keine Partie mehr verloren haben, profitierten am Ende auch vom Verletzungspech der Probstheidaer, die mit Stefan Maderer, Jonas Arcalean und Laurin von Piechowski auf Säulen verzichten mussten. „Es war eine brutale Saison, die nicht gekrönt wurde. Am Ende werden alle wieder sagen: ‚knapp vorbei!’Und in drei Wochen starten wir wieder in die Vorbereitung auf die Regionalliga“, haderte Abderrahmane.