Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russland feuert wohl mehrere Hyperschallraketen ab

Aktualisiert am 02.06.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 6 Min.

In diesem Videobild des russischen Verteidigungsministeriums soll eine "Zirkon"-Rakete bei einem Test zu sehen sein (Archivbild).Vergrößern des Bildes

Eine russische Hyperschallrakete vom Typ „Zirkon“. (Archivbild) (Quelle: Ministry of Defence of the Russian Federation/Cover Images)

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Putin greift mit der Hyperschallrakete Zirkon an. Frankreich kontrolliert einen sanktionierten Öltanker im Atlantik. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ukrainische Drohnen setzen südrussische Raffinerie in Brand

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht die Raffinerie Ilski im Süden Russlands beschädigt. In der Raffinerie, rund 50 Kilometer von der Millionenstadt Krasnodar entfernt, sei ein Feuer nach dem Drohnenangriff ausgebrochen, teilte der Krisenstab der Region auf Telegram mit. Verletzte gebe es nicht, hieß es.

Im Video | Russland und Ukraine liefern sich heftige Gefechte

Video lädtPlayer wird geladenQuelle: t-online

Die Raffinerie ist eine der größten Ölverarbeitungsanlagen im Süden Russlands. Noch 2022, im ersten Jahr des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die benachbarte Ukraine, hatte die Raffinerie in Ilski laut Medienberichten eine Verarbeitungskapazität von 6,6 Millionen Tonnen Öl im Jahr. Seither wurde die Anlage mehrfach von ukrainischen Drohnen angegriffen und beschädigt. Kiew attackiert systematisch die russische Ölindustrie, um den angreifenden Truppen die Treibstoffversorgung und dem Kreml die Kriegsfinanzierung insgesamt zu erschweren.

Putins Armee setzt wohl Hyperschallrakete Zirkon ein

Bei den nächtlichen Angriffen der russischen Armee gegen die Ukraine setzten Putins Truppen unter anderem acht Hyperschallraketen vom Typ Zirkon ein. Das berichtete das ukrainische Militär auf seinem Telegram-Kanal. Die Hyperschallrakete trägt die Bezeichnung SS-N-33 und wird von Kriegsschiffen abgefeuert.

Laut ukrainischem Militär wurden bei den Luftattacken unter anderem auch 33 Raketen vom Typ Iskander-M, fünf Marschflugkörper des Typs Kalibr sowie rund 650 Drohnen der bauähnlichen Typen Shahed und Gerbera eingesetzt.

Die russische Gerbera-Drohne ist eine Billigvariante der vom Iran entworfenen Shahed-Drohne. Sie wird unter anderem in der Sonderwirtschaftszone Alabuga, rund tausend Kilometer östlich von Moskau in der Teilrepublik Tatarstan, hergestellt.

Zahl der Toten und Verletzten in der Ukraine steigt

Nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine steigt die Zahl der Toten auf zehn. Mindestens 100 Menschen sind nach Angaben der Behörden verletzt worden. Vor allem die Hauptstadt Kiew sowie die Großstädte Dnipro im Südosten und Charkiw im Nordosten des Landes wurden demnach am frühen Dienstag von Russland mit Drohnen und Raketen unter Beschuss genommen.

In Kiew starben Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens vier Menschen, 58 Menschen wurden verletzt, auch Kinder. Russland hatte Kiew erst vor rund acht Tagen massiv angegriffen. In Dnipro seien sechs Menschen getötet und 36 verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Oleksandr Handscha auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In Charkiw wurden laut den örtlichen Behörden zehn Menschen verletzt, darunter ein Kind.