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Los Angeles (USA) – Mit der aktuellen Folge vom 1. Juni endet eine der erfolgreichsten und meistdiskutierten Serien der vergangenen Jahre. Nach drei Staffeln und 26 Episoden ist bei HBO Schluss mit „Euphoria“. Die Euphorie der Anfangsjahre war bei vielen Zuschauern zuletzt zwar verflogen. Für Gesprächsstoff sorgt das Finale trotzdem. Der Grund: Ausgerechnet die wichtigste Figur der Serie verliert ihr Leben.
Die Serie erzählt von einer Gruppe junger Menschen, die mit Drogen, Beziehungen, psychischen Problemen und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens kämpfen.
Achtung, wenn Sie nicht wissen wollen, wer stirbt, bitte nicht weiterlesen!
Während einige „Euphoria“-Zuschauer das Ende als mutig und konsequent loben, sprechen andere von einer herben Enttäuschung. Viele hatten gehofft, dass die Hauptfigur die Kurve kriegt und es am Ende schafft. Doch es endet tragisch.
Im Mittelpunkt steht seit der ersten Folge Rue Bennett, gespielt von Hollywood-Star Zendaya (29). Über drei Staffeln hinweg war Rue das Herzstück von „Euphoria“. Die drogenabhängige Jugendliche kämpfte immer wieder gegen Rückfälle und versuchte, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Für viele Fans war Zendayas Darstellung das Highlight der Serie. Umso größer der Schock im Finale: Rue stirbt an einer Überdosis. Ausgerechnet die Figur, deren Kampf gegen die Sucht die Handlung jahrelang geprägt hatte, bekommt kein Happy End. Viele Zuschauer hatten gehofft, dass sie den Kreislauf aus Drogen und Selbstzerstörung am Ende durchbrechen würde.

Zendayas Figur Rue in Staffel 1 von „Euphoria“. Mit ihrer schonungslosen Darstellung von Sucht, Beziehungen und psychischen Problemen wurde die Serie schnell zum Gesprächsthema der Gen Z
Foto: picture alliance/PictureLux/Eddy Chen-HBO/The H
Fans reagieren gespalten – Serienschöpfer verteidigt
Die Fangemeinde reagiert gespalten auf Rues Tod. Viele hatten gehofft, dass die Hauptfigur ihren Kampf gegen die Sucht am Ende gewinnt. Ein Fan kommentiert in den sozialen Medien: „Grauenhaft!“, ein Zuschauer: „Komische Art, die Serie zu beenden.“ Ein anderer: „Sehr emotionaler Abschluss, aber trotzdem sehr enttäuschend.“ Für einen weiteren User ist es einfach: „Die schlechteste Episode aller Zeiten“. Andere sind wiederum begeistert vom Ende, schreiben: „Was für eine unglaublich tolle Art, die Show zu beenden“ oder: „Es war ein Meisterwerk.“

„Euphoria“-Schöpfer Sam Levinson (41) hält trotz Fan-Kritik am Ende der Serie fest. Für ihn war Rues Schicksal die einzig ehrliche Lösung
Foto: The Hollywood Reporter via Getty Images
Auch „Euphoria“-Schöpfer Sam Levinson (41) verteidigt seine Entscheidung für das traurige Ende. „Es fühlte sich nach einem ehrlichen Ende an“, sagt der Amerikaner. Und weiter: „Das ehrliche Ende ist, dass Menschen wie Rue es nicht schaffen.“ Levinson erklärte, er habe von Anfang an eine möglichst realistische Geschichte über Sucht erzählen wollen. „Ich wollte auch eine Geschichte über Trauer und die emotionalen Turbulenzen erzählen, die sie auslösen kann.“