Wer Lieder schreibt, gewinnt mit Glück oder Können eine Goldene Schallplatte, manche stauben sogar einen Grammy ab. Der Barmer Heimatdichter Emil Rittershaus erhielt als Geschenk eine Linde – als Dank für das von ihm verfasste „Westfalenlied“. Doch es war nicht irgendein Baum, sondern ein Wurzelschössling der Dortmunder „Vehmlinde“. Diese Linde war berühmt und mit den mittelalterlichen Vehmgerichten Westfalens verbunden – also historischen Gerichtsversammlungen unter Lindenbäumen. Rittershaus übergab den Schössling dem Barmer Verschönerungsverein, der ihn 1894 in den Barmer Anlagen pflanzen ließ. Die WZ hat sich auf ihre Spuren begeben.