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Stuttgart – Kein WM-Ticket für Atakan Karazor (29)! Wenige Tage vor Turnierstart wurde der Kapitän des VfB Stuttgart aus dem Kader der Türkei gestrichen. Eine bittere Enttäuschung, die sich jedoch angedeutet hatte …
Beim abschließenden Test gegen Nordmazedonien (4:0) am Montag in Istanbul fehlte Karazor bereits im Kader. Vor dem Abflug in die USA am Dienstag musste Trainer Vincenzo Montella (51) seinen finalen 26-Mann-Kader bei der FIFA einreichen. Karazor steht nicht auf der Liste. Zu groß ist die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld mit Hakan Calhanoglu (32/Inter), Ismail Yüksek (27/Fenerbahce) und Salih Özcan (28/BVB).
So kam die Entscheidung, Karazor zu streichen, nicht ganz überraschend. Nach seinen Debüt-Minuten in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien (2:0) und Spanien (2:2) im November spielte Karazor in der türkischen Nationalmannschaft zuletzt nur eine Nebenrolle, kam in den Playoffs gegen Rumänien (1:0) und Kosovo (1:0) gar nicht zum Einsatz.
So platzte der WM-Traum
Die Enttäuschung beim VfB-Kapitän ist riesengroß. Schließlich hatte Karazor nicht nur sportlich, sondern auch juristisch um seinen WM-Traum gekämpft. Hintergrund: Im Sommer 2022 saß der Deutsch-Türke sechs Wochen auf Ibiza in U-Haft, das Verfahren wegen einer „mutmaßlichen Straftat der sexuellen Nötigung“ ist noch immer nicht abgeschlossen. Karazor bestreitet die Vorwürfe. Bis heute muss er sich regelmäßig bei spanischen Behörden melden. Wegen des laufenden Verfahrens musste geklärt werden, ob es bei einer Einreise in die USA Probleme geben könnte. Der türkische Verband soll deshalb frühzeitig entsprechende Schritte für die Einreise eingeleitet haben. Eine endgültige Klarheit gab es bis zum Wochenstart noch nicht. Nachdem Karazor aus dem Kader gestrichen wurde, hat sich das Thema aber ohnehin erledigt.