Neue Studie
Frankfurt ist Deutschlands E-Scooter-Spitzenreiter
02.06.2026 – 13:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann fährt mit einem Elektrotretroller durch die Innenstadt von Frankfurt am Main (Archivbild): Bei einem neuen Ranking landet die Mainmetropole auf Platz eins. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild/dpa)
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Frankfurt landet in einem neuen Ranking zur geteilten Mikromobilität bundesweit auf Platz eins. Europaweit schneidet nur eine Stadt besser ab.
Frankfurt hat laut einem neuen Ranking das beste Angebot für E-Scooter und Bike-Sharing. Das geht aus dem erstmals erhobenen Shared Micromobility City Performance Index hervor, einem europäischen Vergleich von E-Scooter- und Bike-Sharing-Angeboten. Das teilte die Stadt Frankfurt am Dienstag mit.
In dem Ranking liegt Frankfurt vor Köln und Düsseldorf. Europaweit erreicht die Stadt Platz zwei, nur Antwerpen schneidet noch besser ab. Verglichen wurden den Angaben zufolge 41 Städte und Metropolregionen in Europa, mit Schwerpunkt auf Deutschland.
„Bestes Angebot in ganz Deutschland“
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) sieht das Ergebnis als Bestätigung für die Frankfurter Strategie. „E-Scooter und Fahrräder zum Ausleihen sind inzwischen selbstverständlicher Bestandteil des urbanen Mobilitätsmix, besonders für die letzte Meile von der Bahn zum Büro oder zu Auswärtsterminen“, wird Siefert in einer Mitteilung zitiert. Es sei eine Form von umweltbewusster und stadtverträglicher Mobilität.
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Fahrten pro Einwohner entscheidend
Der Index bewertet unter anderem die Zahl der Fahrten pro 1.000 Einwohner am Tag. Auch die Größe der Fahrzeugflotte im Verhältnis zur Einwohnerzahl, die Zahl der Fahrten pro Fahrzeug und die räumliche Abdeckung des Angebots flossen in die Bewertung ein.
Als Grund für das gute Abschneiden nennt die Stadt vor allem eine datenbasierte Planung. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ analysiere fortlaufend die Nutzungsmuster, um die Angebote gezielt steuern zu können.
Frankfurt geht gegen E-Scooter-Falschparker vor
Frankfurt setzt dabei auf ein Mischmodell: In der Innenstadt und in Stadtteilzentren gibt es feste Mobilitätsstationen, in äußeren Stadtteilen ergänzen frei verfügbare Fahrzeuge das Angebot. Dadurch sollen E-Scooter und Leihräder dort verfügbar sein, wo sie tatsächlich gebraucht werden.
Dass E-Scooter in Frankfurt mittlerweile stark genutzt werden, zeigt sich allerdings auch an den Problemen rund um falsch abgestellte Fahrzeuge. Allein im April gingen über die städtische Falschparker-App 2.145 Meldungen zu Leihrollern ein. Seit dem Start der App im Frühjahr 2024 wurden mehr als 17.000 Beschwerden erfasst. Die Stadt versucht das Problem unter anderem mit inzwischen mehr als 170 Mobilitätsstationen und festen Abstellflächen einzudämmen.
Auch das Thema Sicherheit steht dabei immer wieder im Fokus. Nach Angaben des hessischen Innenministeriums stieg die Zahl der E-Scooter-Unfälle im Land von 677 im Jahr 2021 auf 1.081 im Jahr 2024. In Frankfurt sorgten zuletzt mehrere schwere Unfälle für Aufmerksamkeit. Experten sehen als häufige Ursachen Alkohol am Lenker, Fahrten zu zweit und Regelverstöße im Straßenverkehr.
