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Trump befördert seinen „Kampfhund“

Aktualisiert am 02.06.2026 – 16:17 UhrLesedauer: 24 Min.

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US-Präsident Trump: Er hat einen neuen Geheimdienstkorrdinator ernannt. (Quelle: Jacquelyn Martin/AP/dpa/dpa-bilder)

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Es gibt einen neuen Geheimdienstkoordinator in den USA. Der US-Präsident will straffällige Anhänger mit einem milliardenschweren Fonds „entschädigen“. Alle Entwicklungen im Newsblog.

„Kampfhund“: Trump ernennt neuen Geheimdienstkoordinator

US-Präsident Donald Trump hat William J. Pulte zum kommissarischen Korrdienator der Geheimdienste in den USA ernannt. Die bisherige Verantwortliche Tulsi Gabbard war Ende Mai von ihrem Posten zurückgetreten. Seine Ernennung gilt zum 30. Juni.

Im vergangenen Jahr hatte Trump Pulte bereits zum Direktor der US-Behörde Federal Housing Finance Agency ernannt. Später wurde er Vorsitzender der Hypothekenunternehmen Fannie Mae und Freddie Mac. Diese Positionen soll er auch während seiner Arbeit bei den Geheimdiensten fortführen, teilte Trump mit. Pultes Vermögen soll mehr als 100 Millionen US-Dollar betragen.

imago images 0845291086Vergrößern des BildesWilliam Pulte: Er soll neuer Geheimdienstkoordinator werden. (Quelle: IMAGO/Andrew Leyden/imago)

Pulte verfüge über umfassende Erfahrung im „Umgang mit den sensibelsten Angelegenheiten Amerikas, der Sicherheit und Stabilität“, betonte Trump.

Einige US-Medien bezeichnen Pulte als „Kampfhund“ des Präsidenten. Er ist bekannt dafür, Trumps politische Gegner öffentlich anzugreifen. Er hatte unter anderem die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James des Betrugs mit Hypothekenanträgen beschuldigt, nachdem sie gegen Trump ermittelt hatte.

Geld für Trump-Anhänger? Trump rudert wohl zurück

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rudert US-Medienberichten zufolge beim geplanten Entschädigungsfonds für angebliche Opfer der US-Justiz zurück, nachdem ein Gericht das Vorhaben vergangene Woche zeitweise blockiert hatte. Das Portal „Axios“ berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige Beamte, dass die Regierung plane, vorerst Abstand von dem Fonds zu nehmen. „Politico“ berichtete ähnlich.

Das Weiße Haus verwies auf Anfrage auf ein Statement des Justizministeriums auf der Plattform X. Darin verurteilte zwar das Ministerium die Entscheidung eines Gerichts, das die Pläne vorübergehend gestoppt hatte, aufs Schärfste. Jedoch hieß es zugleich, dass man sich an die Entscheidung halten werde. Ob das Ministerium sich komplett von dem Fonds distanzieren und die Pläne nicht weiter verfolgen wird, blieb offen. Am 12. Juni soll eine Anhörung klären, ob die Gerichtsentscheidung länger bestehen bleibt.

Der Entschädigungsfonds ist für Trump zu einem unbequemen Thema geworden. Selbst aus den Reihen der Republikaner zog er massiv Kritik auf sich. Kritiker sprechen von „Schmiergeld“ für Trump-Getreue und von Korruption. Im Kongress wurden Abstimmungen über andere Haushaltsgelder verzögert, um so Druck auf Trump aufzubauen. Rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollen laut früheren Angaben des US-Justizministeriums in den neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen.