Zum vierten Mal in Folge
Süßer Raubtier-Nachwuchs im Tiergarten geboren
02.06.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Luchsbaby (Archivbild): Die Raubkatzen gelten in Deutschland als „stark gefährdet“. (Quelle: Imago/imagebroker)
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Bereits zum vierten Mal in Folge werden im Tiergarten Nürnberg junge Luchse geboren. Die Nachzucht gilt als wichtiger Beitrag zum Schutz der größten Katzenart Europas.
Freudige Nachrichten aus dem Nürnberger Tiergarten: Wie der Zoo am Dienstag mitteilte, hat Luchs-Weibchen Desari vor wenigen Wochen zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Welches Geschlecht die beiden kleinen Raubkatzen haben, sei noch unklar, da die Tiere nicht bei der Aufzucht gestört werden sollen. Derzeit hielten sich die Babys hauptsächlich in einer Felsnische auf und zeigten sich nur selten den Besuchern, hieß es.
Jörg Beckmann, Biologischer Leiter und stellvertretender Direktor des Tiergartens, sagte: „Unsere Luchse ziehen jetzt schon zum vierten Mal in Folge Jungtiere groß – das ist ein großer Erfolg. Damit können wir – wie auch in den letzten Jahren – einen Beitrag zum Erhalt der größten Katzenart Europas und zu ihrer Wiederansiedlung in der Natur leisten.“ Ob die beiden Jungtiere ausgewildert werden, sei noch unklar.
Luchs zeitweise in Deutschland komplett ausgestorben
Der Eurasische Luchs gilt in weiten Teilen Europas als ausgestorben und konnte bislang nur in einigen Regionen wieder angesiedelt werden. Aus diesem Grund wird er in den nationalen Roten Listen Deutschlands und der Schweiz als „stark gefährdet“ beziehungsweise „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. In Deutschland galt die Art bis zum Ende des 20. Jahrhunderts als ausgestorben.
Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz lebten Ende 2020 jedoch wieder etwa 190 Eurasische Luchse in freier Wildbahn. Das größte Verbreitungsgebiet befindet sich im Harz und reicht bis nach Nordhessen. Während der Aufzucht im Nürnberger Tiergarten werden die Luchse mit Rehen gefüttert, da diese ihre natürliche Hauptbeute darstellen. Dadurch soll verhindert werden, dass sich die Tiere auf andere Beutetiere fehlprägen.

