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Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) – Jetzt ist er offiziell Ordensträger. „Lindenstraße“-Star Georg Uecker (63) wurde gestern mit Kollege Claus Vinçon (67) und Serien-Erfinder Hans W. Geißendörfer (84) von Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt. Und zeigte BILD danach stolz die Auszeichnung!
Sie erhielten die höchste Auszeichnung des Bundeslandes mit zwölf weiteren Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für ein offenes, vielfältiges und respektvolles Miteinander einsetzen und damit die Gleichberechtigung queerer Menschen stärken.
Georg Uecker lebt seit über 20 Jahren mit HIV
Für Georg Uecker war es die Rückkehr ins Rampenlicht nach längerer Auszeit. Seit 1993 lebt der TV-Star mit HIV und litt an Morbus Hodgkin (einem bösartigen Tumor im Lymphsystem), wodurch er körperlich stark abbaute. Ihm gehe es trotz seiner beiden schweren Erkrankungen aber heute „sehr gut“, sagte Uecker. „Ich bin ein zähes Luder!“
Kurz nach der Verleihung sagte er BILD außerdem: „Es fühlt sich gut an, jetzt so eine Auszeichnung zu erhalten.“

Dienstag, kurz nach 17 Uhr: Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU, l.) überreicht Georg Uecker (63) den Verdienstorden des Landes
Foto: Meike Wirsel
Für den Kölner war es daher auch keine Frage, die Auszeichnung persönlich in Düsseldorf entgegenzunehmen. „Das ist keine Frage, natürlich bin ich dabei, allein aus Respekt“, sagte er BILD. „Es ist ja auch kein Preis des Ministerpräsidenten Hendrik Wüst allein. Die Auszeichnung ist parteiunabhängig und ich freue mich, dass ich bei der Verleihung in guter Gesellschaft bin, mit vielen anderen Menschen, die sich für die queere Gemeinschaft engagiert haben.“

Der erste schwule Kuss in einer deutschen Serie: Georg Uecker (damals 27, r.) und Martin Armknecht (28) in der „Lindenstraße“ 1990
Foto: WDR
„Dass Menschen bei uns heute frei leben und lieben können, ist das Verdienst vieler engagierter Persönlichkeiten, die über Jahre hinweg für Respekt, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung eingetreten sind“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst in seiner Würdigung der Ordensträger.
Weiter sagte er: „Engagierte Menschen, die zeigen: In einer Demokratie muss jeder Mensch frei lieben dürfen – ohne Angst und Vorurteile. Manche von ihnen haben in der ‚Lindenstraße‘ gesellschaftliche Debatten angestoßen und mit Mut, Haltung und Weitblick Grenzen im Denken verschoben. Andere schreiben Bücher, komponieren Lieder oder schaffen mit einem Podcast Orte der Sichtbarkeit und des Austauschs. Viele weitere engagieren sich in Vereinen, Initiativen und Gremien und machen Menschen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen.“
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Foto: Meike Wirsel
Sie alle hätten dazu beigetragen, „dass unterschiedlichste Lebensweisen heute selbstverständlich Teil der Mitte unserer Gesellschaft sind. Dafür sagt Nordrhein-Westfalen diesen 15 beeindruckenden Persönlichkeiten von Herzen Danke.“
Neben den drei TV-Stars wurden am Dienstag zwölf weitere Persönlichkeiten ausgezeichnet: Politiker Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen), Moderator Ralph Morgenstern, Liedermacherin Carolina Brauckmann, Moderatorin und Autorin Ricarda Hofmann, Peter Hölscher (Projekt LSBTIQ*inklusiv), Heike Kivelitz (Leslie e.V.), Reinhard Klenke (Mitbegründer Aidshilfe Paderborn), Jochen Saurenbach (Aidshilfe Köln), Reinhard Schmidt (LSBTIQ*-Forum Düsseldorf), Steffen Schwab (Queeres Netzwerk NRW), Apotheker Erik Tenberken und Marcus Velke-Schmidt (Centrum Schwule Geschichte e.V.).