Nürnberg im Ausnahmemodus:
Rock im Park lässt die Hotelpreise explodieren
Aktualisiert am 02.06.2026 – 22:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Hotel-Schriftzug in Nürnberg (Symbolbild): Wenn Rock im Park in der Stadt ist, gehen die Preise nach oben. (Quelle: IPA Photo/imago-images-bilder)
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Rock im Park bringt 80.000 Besucher nach Nürnberg – und treibt die Hotelpreise in die Höhe. Wer noch kein Zimmer hat, sollte sich sputen.
Linkin Park, Iron Maiden und Limp Bizkit kommen nach Nürnberg: Das Rock im Park-Festival am Dutzendteich ist seit Wochen restlos ausverkauft. Von Donnerstag bis Montag erlebt die Stadt einen echten Ausnahmezustand.
Wer campt, hat es leichter: Zeltplatz und Nahverkehr stecken im Ticket. Doch der Anteil der Besucher, die ein Bett einem Schlafsack vorziehen, wächst. Für die ist es gerade doppelt schwierig.
Hotels bei Rock im Park ausgebucht
Die Hotels rund ums Gelände – Hilton und Mercure an der Messe – sind seit Wochen oder Monaten vergeben. Wer jetzt noch buchen will, landet in der Innenstadt, an den Stadträndern, oder er findet schlicht nichts mehr.
Und was ist mit dem Preis? Der Juni ist in Nürnberg ohnehin der teuerste Monat: Laut dem Vergleichsportal momondo zahlt man dann im Schnitt rund 166 Euro pro Nacht, gut 30 Prozent mehr als im Jahresmittel. Am Festivalwochenende zieht das noch einmal an. Wer Glück hat und noch ein Hostelzimmer findet, kommt regulär ab rund 40 Euro weg. Die besseren Häuser liegen jenseits der 280 Euro. Gäste berichten in Bewertungsportalen, dass Hotels, die sonst knapp unter 100 Euro kosten, an solchen Wochenenden plötzlich 200 Euro oder mehr aufrufen. Die Preise folgen der Nachfrage, und zwar täglich.
Dabei freut sich die Stadt. Laut Aussagen der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ) von 2025 steigt die Hotelauslastung am Festivalwochenende auf rund 75 Prozent – an normalen Wochenenden liegt sie bei etwa 55. Viele reisen schon am Vortag an oder bleiben bis Montag, was der Hotellerie und dem Gastgewerbe in der gesamten Region zugutekommt. Genaue Umsatzzahlen veröffentlichte die CTZ damals nicht – Essen, Trinken, Transport und Shopping zählt sie aber ausdrücklich zu den Gewinnern.
